Vier Engel-Mitarbeiter mit Corona-Virus infiziert. Die Gerüchte um eine Werk-Schließung der Firma Engel in Schwertberg (OÖ) sind nicht wahr. Aber es hat bereits positive Tests bei Mitarbeitern der Firma Engel in St. Valentin (NÖ) und in Schwertberg gegeben, wie Engel-Pressesprecherin Susanne Zinckgraf der NÖN am Donnerstagabend mitteilt: „Ein Kollege wurde in St. Valentin und drei in Schwertberg positiv auf das Virus getestet“, informiert sie.

Von Daniela Führer. Erstellt am 12. März 2020 (20:47)
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ENGEL St. Valentin
Drei mit dem Coronavirus infizierte Mitarbeiter sind im Engel-Hauptsitz in Schwertberg (am Bild) bestätigt. Ein Mitarbeiter aus dem St. Valentiner Werk ist auch erkrankt.
ENGEL

Die vier Kollegen und ihre direkten Kontaktpersonen – sowohl in der Firma als auch privat – seien daraufhin sofort von der Behörde in Quarantäne nach Hause geschickt worden.

„Darüber hinaus haben wir über die behördliche Anordnung hinaus auch noch alle Mitarbeiter, die zwar keinen direkten Kontakt zu den Patienten hatten, aber zum Beispiel in derselben Abteilung arbeiten, ebenfalls nach Hause geschickt mit dem Ziel, die Infektionskette so effektiv wie möglich zu unterbrechen“, erklärt die Pressesprecherin.

Diese Maßnahme betreffe aber nur einzelne Abteilungen. In diesen arbeiten die Mitarbeiter jetzt von Zuhause aus. „Es ist somit sichergestellt, dass alle Abteilungen von unseren Kunden erreichbar sind“, berichtet Zinckgraf.

Den vier erkrankten Kollegen gehe es den Umständen entsprechend gut, sodass sich alle Zuhause auskurieren können.

Bei Urlaub in Tirol angesteckt

Der Engel-Mitarbeiter vom Werk in St. Valentin dürfte beim Urlaub in Tirol mit dem Coronavirus angesteckt worden sein. Er kam auch gar nicht mehr in die Firma: „Er hat völlig richtig gehandelt. Nach seinem Urlaub in Tirol hat er Symptome des Virus bemerkt und ist daraufhin gar nicht mehr in die Firma gekommen“, berichtet Zinckgraf. Er habe sich daraufhin auch gleich testen lassen. Allerdings habe er zwischenzeitlich mit einem Kollegen vom Werk in Schwertberg privat Kontakt gehabt und so kam es zu den weiteren Infizierungen in Schwertberg. Woher die erkrankten Personen genau stammen, konnte die Pressesprecherin nicht mitteilen.

Schon vor zwei Wochen habe die Firma Engel so gut wie möglich auf die befürchtete Epidemie reagiert, berichtet sie weiter: „Wir haben damals schon alle Veranstaltungen abgesagt, Dienstreisen soweit wie möglich reduziert und viele Besprechungen virtuell, also über Skype, abgehalten.“

Zudem wurden in den Werken die Hygienemaßnahmen verschärft, die Desinfektionsmöglichkeiten erweitert, umfassende Informationen ausgegeben und Besucher werden im Moment in den Österreich-Werken der Firma Engel auch nicht empfangen.

Das Werk in St. Valentin zählt aktuell 1.200 Mitarbeiter, jenes in Schwertberg über 2.000.