Radler setzten bei Aktionstag ein Zeichen. Am Freitag rief die Bürgerinitiative Verkehr 4.0 zu einer Protest-Radrundfahrt im Planungsgebiet der neuen Donaubrücke auf. 60 Radler aus Ober- und Niederösterreich kamen.

Von Ingrid Vogl. Erstellt am 24. Juni 2020 (04:50)

Auch wenn es derzeit noch wenig neue Informationen zur aktuellen Situation rund um die geplante zweite Mauthausenbrücke und deren möglichen Anschluss an die Westautobahn gibt, hat sich die Bürgerinitiative Verkehr 4.0 mit der bundesweit aktiven Initiative „Verkehrswende“ solidarisiert.

Notwendigkeit einer „Verkehrswende“ aufzeigen

Ziel der Initiative ist die Durchsetzung einer menschen- und klimagerechten Mobilitätszukunft. Dazu fanden am vergangenen Freitag österreichweit Aktionen statt, die die Notwendigkeit einer „Verkehrswende“ unterstreichen sollten.

„Auch wir von der Bürgerinitiative Verkehr 4.0 wollen an diesem Tag ein Zeichen für unsere Anliegen setzen. Wir fordern weiterhin eine rasche und vernünftige Lösung des Verkehrsproblems betreffend die Donaubrücke Mauthausen“, riefen Josef Alkin, Ludwig Riedl und Martin Fenkhuber zu einer informativen Protest-Radrundfahrt auf, bei der die Radler von der Polizei begleitet wurden.

Gestartet wurde beim ehemaligen Zambelli-Betriebsgelände in Rems. Die Strecke verlief entlang der B123a über Wagram bis zum Kreisverkehr vor der Donaubrücke in Pyburg, wo eine kurze Kundgebung stattfand. Dann radelten die rund 60 Teilnehmer weiter über die Brücke nach Mauthausen zum Bahnhof und nach Albern. Die Rückfahrt zum Startpunkt führte durch den von einigen Planungsvarianten betroffenen Raader Wald, wo Norbert Steinwendner über die Besonderheiten des Eichenwaldes informierte.

Gemeinderäte aus NÖ und OÖ radelten mit

Man wolle kein umweltzerstörendes Transitprojekt, sondern den Ausbau der bestehenden Infrastruktur und die Errichtung einer neuen Donaubrücke am bestehenden Standort. Zudem fordere man den Ausbau des öffentlichen Verkehrs, betonten die Initiatoren der Aktion.

Dass diese Forderungen in den betroffenen Gemeinden auf großes Interesse stoßen, untermauerte ein Blick auf die Teilnehmer der Radrundfahrt. So befand sich darunter neben Gemeinderäten aus Mauthausen auch eine Abordnung aus St. Valentin rund um die Stadträte Rafael Mugrauer (SPÖ) und Monika Oberradter (Grüne). „Es hat super gepasst. Wir sind sehr zufrieden mit der Veranstaltung“, lautete die positive Bilanz von Martin Fenkhuber.

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