Trassenplan hat viele Gegner. Pläne der Anbindung von geplanter neuer Donaubrücke zur A1 stößt Lokalpolitikern sauer auf.

Von Daniela Führer und Hermann Knapp. Erstellt am 04. Juni 2019 (05:01)
Hagmüller
Landtagsabgeordnete, Bürgermeisterin Kerstin Suchan-Mayr (links) mit ihrem Team an der Stelle, die laut Prognose des Landes Niederösterreich spätestens im Jahr 2035 eine Frequenz von rund 20.000 Fahrzeugen aufweisen wird.

Im November 2017 wurde der Grundsatzbeschluss der NÖ und OÖ Landesregierung darüber gefasst, eine neue Donaubrücke bei Mauthausen zu bauen. Letzten Mittwoch wurde den Gemeinderäten von St. Valentin und St. Pantaleon-Erla vonseiten des Landes NÖ eine geplante neue Trasse präsentiert, die künftig den Verkehr direkt von der neuen Donaubrücke zur A1 bei St. Valentin führen soll. Die neue Donaubrücke könne nämlich laut den Verantwortlichen nicht in die bestehende Umfahrungsstraße Pyburg eingebunden werden.

VP St. Valentin
Stadtrat Karl Bunzenberger, Stadtrat Andreas Pum und Gemeindeparteiobmann Michael Purkarthofer von der ÖVP St. Valentin fordern ein umfassendes Verkehrskonzept für die Region. 

„Bis dahin gab es erst ein Gespräch mit der Stadtgemeinde über dieses Vorhaben. Da war man dann doch sehr überrascht, dass der zweite Termin schon als Präsentation angekündigt wurde“, erklärt St. Valentins SP-Stadtrat für Verkehr und Stadtplanung, Thomas Hagmüller.

Diese Präsentation stieß in mehrfacher Hinsicht auf Unverständnis der SPÖ St. Valentin. So mündet die neue Trasse in die bestehende B1 in der Nähe von Rems ein. Der zusätzliche Verkehr würde dann von der B1 weiter über den Kreisverkehr Rems und von da zur A1 geleitet werden.

Eine unzumutbare Verkehrsbelastung

„Der Kreisverkehr ist nicht für 13.000 zusätzliche Fahrzeuge, wie die Prognose des Landes lautet, ausgelegt. Spätestens bei der Autobahnanschlussstelle führt das zu massiven Verkehrsproblemen“, sagt Hagmüller weiter. Mit diesem Projekt „Donaubrücke neu und deren Anbindung“ stehe St. Valentin vor einem Verkehrskollaps.

SP-Landtagsabgeordnete, Bürgermeisterin Kerstin Suchan-Mayr fordert eine Gesamtlösung für die Verkehrsprobleme der Stadt St. Valentin.


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