Stadtbad-Saisonstart: „Viele sind verängstigt“. Preise für Saisonkarten wurden auf 80 Prozent reduziert. Aktuell dürfen nur rund 300 Personen das sanierte Stadtbad nutzen. Zu Spitzenzeiten besuchen das Bad über 1.000.

Von Daniela Führer. Erstellt am 12. Juni 2020 (04:11)
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Landtagsabgeordnete Bürgermeisterin Kerstin Suchan-Mayr, Vizebürgermeister Ferdinand Bogenreiter und Bauhofleiter Eduard Etzelstorfer (von links) laden zum Badespaß ins sanierte Stadtbad ein.
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Im Herbst des Vorjahres sowie heuer im Frühjahr wurde das St. Valentiner Stadtbad einer umfassenden Sanierung unterzogen. „Insgesamt haben wir elf Familienkabinen, 26 große Kästen und 50 kleinere Schließfächer neu gemacht, ebenso wie einen Teil der Sanitärräume. Die große Terrasse wurde neu abgedichtet und verfliest. Alles zusammen samt der neuen Rutsche, die im Vorjahr erneuert wurde, belaufen sich die Investitionskosten auf zirka 200.000 Euro“, berichtet Vizebürgermeister Ferdinand Bogenreiter.

Hinzu kommt noch ein Sonnensegel beim Kinderbecken. Und 2021 stehen noch Sanierungsarbeiten beim Eingang und Buffet sowie bei den restlichen Sanitärräumen an.

Am Mittwoch der Vorwoche ging nach dem verregneten Pfingstwochenende der erste Badetag über die Bühne. Der Andrang hielt sich aber in Grenzen. „Sicher, das Wetter war nicht besonders, aber ich glaube auch, dass viele Menschen auch noch verängstigt sind“, gibt Bogenreiter zu bedenken. Aufgrund des späten Badebetrieb-starts wurde jetzt übrigens eine Preisreduktion für Saisonkarten vorgenommen: Wir haben die Preise auf 80 Prozent reduziert“, berichtet der Vize.

Für das St. Valentiner Freibad gilt aufgrund der Covid-19-Beschränkungen bis auf Weiteres eine maximale Besucherzahl von 300 Personen. „Jedem Besucher müssen zehn Quadratmeter Liegefläche zur Verfügung stehen, daher sind wir auf diese Zahl begrenzt“, erklärt der Vizebürgermeister weiter.

An starken Badetagen zählte das St. Valentiner Stadtbad übrigens über 1.000 Besucher. Bogenreiter rechnet aber schon mit weiteren Lockerungen, sodass in den Sommermonaten wieder mehr Leute ins Bad dürfen. „Ich glaube da auch sehr an die Vernunft der Badegäste, dass sie sich freiwillig an die Abstandsregeln halten“, ist der Vizebürgermeister überzeugt. Aktuell gilt neben der 10-Quadratmeter-Regel noch das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes im Ein- und Ausgangsbereich sowie in den Sanitärräumen.