Stadtentwicklung soll vorangetrieben werden. Ideen für Entwicklung von Langenhart und Herzograd vorgestellt.

Von Ingrid Vogl. Erstellt am 21. Oktober 2020 (05:06)
Bürgermeisterin Kerstin Suchan-Mayr (rechts), Stadtrat Rafael Mugrauer (links) und die Planer Sabine Dessovic, Rene Ziegler, Peter Zoderer und Stefan Groh (Mitte von links) luden zu den Stadtteilspaziergängen in Langenhart und Herzograd ein.
Fuchs

Die Stadtgemeinde hat sich vorgenommen, unter Einbeziehung der Bevölkerung Vorschläge zu erarbeiten, wie sich die Stadtteile Langenhart und Herzograd in Zukunft weiterentwickeln sollen. Dazu waren Planungsteams aus Architektur, Landschaftsplanung und Stadtplanung eingeladen, Konzepte vorzulegen. Der Bürgerbeteiligungsprozess startete Mitte November 2019 mit einer Perspektivenwerkstatt, in der an ersten Ideen gearbeitet wurde. Mitte Jänner präsentierten die Planungsteams dann die ersten Entwürfe. Am vergangenen Samstag wurde der Prozess nun abgeschlossen.

Da eine Präsentation in großem Rahmen coronabedingt nicht möglich war, luden Bürgermeisterin Kerstin Suchan-Mayr, Stadtrat Rafael Mugrauer und Vertreter der Planungsteams zu Stadtteilspaziergängen ein, bei denen die Planungsvorschläge an jenen Orten präsentiert wurden, die in Zukunft neu gestaltet werden können. Sechs Zielsetzungen wurden konkret ausgearbeitet (siehe Infobox links). So könnte etwa der Pfarrgarten in Langenhart ebenso neu gestaltet werden wie der Bahnhof in Herzograd. In Langenhart ist ein neuer Ortsplatz angedacht und in der Herzo grader Kurve könnte ein neuer, grüner Stadtteil entstehen. Ein wichtiges Ziel ist auch die Verbindung von Langenhart und St. Valentin.

Zeithorizont von Jahren bis Jahrzehnten

„Das ist alles nicht in Stein gemeißelt und bedeutet nicht, dass wir nur das und nichts anderes machen können. Es sind Zukunftsvisionen“, stellt Rafael Mugrauer, Stadtrat für Stadtplanung und Stadtentwicklung, klar. Gute Ideen und Vorschläge könnten jederzeit noch eingearbeitet werden. „Ich sehe Stadtentwicklung als lebendiges Werk mit Raum für Entwicklung. Unsere Zeit ist so schnelllebig. Es kann sein, dass in den nächsten Jahren noch etwas passiert, das man berücksichtigen muss“, ergänzt Bürgermeisterin Kerstin Suchan-Mayr. Zudem lassen sich manche Projekte schneller realisieren als andere. Der Ortsplatz in Langenhart, der ein großer Wunsch der Bevölkerung war, sei kurzfristiger umzusetzen als das Projekt in der Herzograder Kurve oder das Zusammenwachsen der Stadtteile. „Da reden wir von einem Zeithorizont von Jahren bis Jahrzehnten“, betont die Stadtchefin.

Die tatsächliche Umsetzung der vorgeschlagenen Projekte wird sich an den verfügbaren finanziellen Mitteln der Gemeinde orientieren. Da auch viele Vorhaben nur gemeinsam mit privaten Eigentümern zu realisieren wären, will man die Entwürfe als Richtschnur für eine künftige Entwicklung der beiden Stadtteile westlich der Bahn verstanden wissen. „Bei der Ausarbeitung der Vorschläge wurde von den Planern nicht berücksichtigt, ob die Gemeinde überall Grundbesitzer ist oder ob die aktuellen Eigentümer die Gründe hergeben würden“, schildert Rafael Mugrauer. Gespräche mit den Eigentümern habe es natürlich gegeben, in denen klargestellt wurde, dass es sich um Ideen und noch keine fixen Pläne handle.