Startschuss für Veranstaltungshalle ist gefallen. Die Vergabe der Generalunternehmerleistung für die Veranstaltungshalle samt Musikschule in St. Valentin ist erfolgt. Die Errichtungskosten von 12,65 Millionen Euro sind beschlossen.

Von Daniela Führer. Erstellt am 16. September 2020 (05:09)
Nach Umplanungen des Architekten – die goldene Fassade wird etwa aus kostengünstigerem Material errichtet – wurde nun der Beschluss über das Generalunternehmern und den Kostenrahmen gefasst.
Gemeinde

Es hat Jahre gedauert. Viele hitzige Diskussionen wurden über die neue St. Valentiner Veranstaltungshalle geführt. Oft ging es dabei ums liebe Geld.

Am Donnerstag im Gemeinderat waren all diese Streitpunkte im Großen und Ganzen aber vom Tisch. Es herrschte durchwegs Zustimmung zum Großprojekt Veranstaltungshalle samt neuer Musikschule. Einzig die Freiheitlichen enthielten sich bei den drei Beschlüssen zur Veranstaltungshalle ihren Stimmen: „Die FPÖ stellt sich nicht gegen die Halle an sich, aber ich habe in letzter Zeit viele Mails und Anrufe bekommen und Gespräche geführt. Die Leute fragen sich schon, wie sich die Gemeinde in Zeiten von Corona um sieben Millionen Euro zusätzlich verschulden kann? Man weiß nicht, wie es weitergeht und solange der massive Gegenwind der Bevölkerung zu spüren ist, werden wir uns der Stimme enthalten“, erklärte FP-Chef Johannes Lugmayr die Entscheidung seiner Ortspartei.

SPÖ, ÖVP und Grüne stimmten schließlich allen Beschlüssen zur Veranstaltungshalle samt Musikschule zu: Zunächst ging es um die Aufnahme eines Darlehens in Höhe von sieben Millionen Euro, mit dem neben dem vorhandenen Eigenkapital der Bau gestemmt werden soll.

Im Anschluss wurden die Generalunternehmerleistung an die Firma Swietelsky AG in Höhe von 10,88 Millionen Euro vergeben und schließlich die Gesamt-Errichtungskosten von 12,648 Millionen Euro abgesegnet. Mit der Baustelle soll planmäßig noch heuer begonnen werden. Die Bauzeit beträgt dann zwischen 18 und 24 Monate. „Es wurde wirklich das Beste für St. Valentin erreicht“, zeigte sich SP-Stadtrat Leopold Feilecker nach der Beschlussfassung erfreut.

ÖVP-Stadtrat Andreas Pum appellierte, die Kosten immer genau zu prüfen: „Wir sind damit sicher noch nicht am Ende der Fahnenstange angelangt. Summa summarum wird es ernorm fordernd, das größte Projekt mit den meisten Kosten. Wir stehen aber zu dem Projekt. Schauen wir, dass wir es auch stemmen können.“

Monika Oberradter von den Grünen forderte die SPÖ weiters zu einer klaren Aussage auf, dass sich Vereine und Kunstschaffende auch tatsächlich leisten können, in der neuen Halle Veranstaltungen abzuhalten: „Uns fehlt bislang ein Nutzungs- und Betriebskonzept“, erklärte sie. SPÖ-Stadtrat Feilecker entgegnete: „Wir bauen das Haus für unsere Vereine, natürlich werden sie es sich leisten können. Das ist ja auch in unserem Sinn, sonst bräuchten wir die Halle ja gar nicht bauen.“