St. Valentin

Erstellt am 18. Januar 2017, 04:57

von Karl Fuchs

US-Cars: Vision wird konkreter. Der Unternehmer und leidenschaftliche Sammler Stefan Antal aus St. Valentin plant den Bau eines Oldtimer-Museums.

Das bisherige Besucherinteresse im firmeneigenen Betriebsgelände des AGB Gerüstbau in St. Valentin ist sehr groß, vor allem beim Fachpublikum.  |  Fuchs

Es gibt mehr echte Oldtimersammler und Liebhaber, die sich vor allem für Autos amerikanischer Bauart interessieren, als man glauben möchte. Die Faszination US-Cars ist in Österreich nach wie vor ungebrochen. Es gibt in Österreich mehrere US-Car-Clubs, die auf gesellschaftlicher Vereinsbasis beruhen.

Der St. Valentiner Unternehmer Stefan Antal verfolgt mit seiner Sammlertätigkeit von US-Cars andere Interessen. Er will sie wirtschaftlich nutzen und sich vorrangig dem Bau eines neuen Museums widmen mit allem, was rundherum dazugehört. Zur Zeit sind es noch Visionen. Die bisherigen Vorarbeiten deuten auf das Ziel Museumsbau hin. Jede Woche trudeln ein bis zwei US-Cars in St. Valentin ein. Derzeit sind es bereits 90 US-Limousinen. Warum sich Antal ausgerechnet für US-Oldtimer begeistert, begründet er damit, dass die USA als das „Autoland“ schlechthin gelten, obwohl Carl Benz, ein Deutscher, der Erfinder des Verbrennungsmotors war.

Die USA waren wieder unbestritten Vorreiter der industriellen Massenproduktion. Die Rolle Hollywood trug ebenfalls viel dazu bei, dass bestimmte Modelle populär wurden. So zum Beispiel der 59er Cadillac Eldorado Cabrio – der Inbegriff des chromblitzenden amerikanischen Straßenkreuzers. Ob Elvis Presley deshalb Stammkunde bei Cadillac war, weiß Stefan Antal aus seinen aus den US mitgelieferten Aufzeichnungen zu bestätigen. Bei der Erstellung eines museumspädagogischen Konzeptes wird der St. Valentiner US-Kenner Dieter Matschiner wertvolle Dienste leisten.