Wasserversorgung: „Handlungsbedarf wurde aufgezeigt“. St. Valentin möchte die Wasserversorgung auf drei Standbeine stellen. Dafür wird ein dritter Brunnen in der Au gebaut.

Von Daniela Führer. Erstellt am 17. Juni 2020 (04:56)
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Der für die Wasserversorgung zuständige Stadtrat Andreas Pum ist überzeugt: „Wasser ist unser kostbarstes Gut. Daher ist es auch wichtig, die Bewusstseinsbildung für einen ressourcenschonenden Umgang mit Wasser zu fördern.“
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Auch wenn derzeit die Wasserspeicher wieder gut gefüllt sind, so ist das Thema Wasserversorgung eines der wichtigsten überhaupt. Darüber war sich auch der St. Valentiner Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung einig und beschloss einstimmig den Grundsatzbeschluss für die Sanierung der Wasserversorgungsanlage Erla.

„Die Wassersituation in St. Valentin ist solide. Wir haben eine abgesicherte Versorgung, aber wir müssen in die Zukunft blicken und die Versorgungssicherheit wahren. Der Grundsatzbeschluss ist auf jeden Fall eine weitblickende Entscheidung, um die Wasserversorgung auf drei Beine zu stellen“, erklärte der zuständige Stadtrat Andreas (VP).

Vermehrt wurde Wasser aus Ernsthofen benötigt

Aktuell ist die Brunnenanlage in der Au auf Gemeindegebiet von St. Pantaleon-Erla mit zwei Brunnen zum Großteil schon in der Lage, St. Valentin selbst und auch Teile von St. Pantaleon-Erla mit Wasser zu versorgen. Die restlichen Teile von St. Valentin werden aus dem Wasserversorgungsnetz von Ernsthofen versorgt. „Trotzdem wurde uns schon der Handlungsbedarf aufgezeigt und es steht somit die Erweiterung dieser Brunnenanlage ins Haus.

„Wir haben bei dieser Brunnenanlage eine Förderleistung von 30 Litersekunden, die wir pumpen dürfen. Es ist jetzt aber so, dass wir mit den zwei Brunnen zeitweise nicht mehr die volle Förderleistung geschafft haben“, erklärt Andreas Pum. In Trockenperioden und im Frühjahr, wenn dazu noch viele Pools befüllt werden, musste daher in der Vergangenheit die Versorgung von Ernsthofen aus erhöht werden. „Daher werden wir in der Au einen dritten Brunnen umsetzen. Das Projekt ist bereits genehmigt und soll noch heuer starten. Jetzt sind die Planungsarbeiten in Auftrag gegeben worden und wir hoffen, dass es heuer im Herbst zur Auftragsvergabe kommen kann“, sagt Pum.

Um die Versorgung noch mit einem dritten Standbein abzusichern, laufen Gespräche mit der Gemeinde Ennsdorf.

„Der Wasserverbrauch hat sich in St. Valentin in den letzten 20 Jahren mehr als verdoppelt. Die Grundversorgung muss für die Bürger einfach passen.“Stadtrat Andreas Pum

„Wir schauen, ob wir über deren Leitung von Asten auch eine Verbindung schaffen können, um da gemeinsam noch zusätzliche Sicherheit zu schaffen“, erklärt der Stadtrat. Er verdeutlicht zudem die Notwendigkeit der Versorgungserweiterung: „Der Wasserverbrauch hat sich in St. Valentin in den letzten 20 Jahren mehr als verdoppelt. Es ist mittlerweile wirklich einiges, das benötigt wird und die Grundversorgung muss für die Bürger einfach passen. Daher hat die gesicherte Wasserversorgung allerhöchste Priorität. Diese muss zum einen leistbar sein und man muss zum anderen auch die ausreichende Menge zur Verfügung stellen können“, ist er überzeugt.

„Es ist wichtig, die Wasserversorgung auf mehrere Beine zu stellen, daher wurde hier in vielen Gesprächen eine gute Lösung erreicht“, ist auch SP-Bürgermeisterin Kerstin Suchan-Mayr überzeugt.