Zugbegleiter mit Pfefferspray attackiert. Ein "Schwarzfahrer" hat zu Allerheiligen einen Zugbegleiter in Niederösterreich mit Pfefferspray attackiert, berichtete die NÖ Polizei.

Von NÖN-Redaktion, APA. Erstellt am 02. November 2016 (17:41)
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Der Bahnbedienstete erlitt Verletzungen an den Augen und wurde nach Linz ins Spital gebracht. Der Verdächtige, ein 26-Jähriger aus Wien-Favoriten, wurde der Staatsanwaltschaft St. Pölten wegen schwerer Körperverletzung angezeigt.

Der Mann war der Aussendung zufolge am Dienstag in einem Zug Richtung Wien unterwegs, als es gegen 14.00 Uhr zur Fahrscheinkontrolle kam. Nachdem er kein Ticket vorweisen konnte und sich weigerte, einen Ausweis herzuzeigen, soll es zunächst zu einer verbalen Auseinandersetzung gekommen sein. Die Polizei wurde verständigt.

Zugbegleiter und Lokführer wollten Flucht verhindern

Beim Halt im Bahnhof St. Valentin (Bezirk Amstetten) verließ der 26-Jährige sofort den Zug. Als der Zugbegleiter und der Lokführer seine Flucht verhindern wollten, soll der Mann zunächst ein mitgeführtes Alarmgerät eingeschaltet und auf den Boden gelegt und in der Folge Pfefferspray versprüht haben. Während der Lokführer ausweichen konnte, wurde der Zugführer getroffen.

Eine weitere, wenn auch vergleichsweise weniger schwerwiegende Attacke soll sich heute, Mittwoch, in einem Zug im Semmeringgebiet zugetragen haben. ÖBB-NÖ-Sprecher Christopher Seif teilte auf Anfrage mit, dass einem Zugbegleiter eine Ohrfeige versetzt worden war. Dennoch handle es sich - bei 469 Millionen Fahrgästen österreichweit im Jahr - um verschwindend wenige derartige Fälle. Die Zahl der polizeilich angezeigten Vorfälle sinke zudem, berichtete der Sprecher von 20 im Jahr 2013 und 17 im Jahr darauf auf 15 (2015). Auch bei den Übergriffen, denen Mitarbeiter ausgesetzt seien, gebe es einen Rückgang von zehn Prozent.