Badfest-Pläne sorgen wieder für Unmut

Gruppe arbeitet an neuem Konzept. Stadtrat Martin Stöckler (Liste für Haag) steht den Plänen skeptisch gegenüber.

Erstellt am 17. Dezember 2019 | 05:10
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Symbolbild Pool Unfall
Das Mädchen konnte nach dem Rutschen aus dem Wasser geholt werden
Foto: APA (Symbolbild/dpa)

Nachdem die Liegewiese des Freibades beim Badfest im Jahr 2016 aufgrund von starkem Regen arg in Mitleidenschaft gezogen worden und das Badevergnügen in der Folge getrübt war, fand in den vergangenen Jahren kein weiteres Badfest mehr statt. Eine Gruppe aus Vertretern der JVP, der Landjugend und der Katholischen Jugend hegt nun aber Pläne, die Veranstaltung 2020 wieder aufleben zu lassen.

„Es gibt ein neues Team, das ein neues Konzept ausgearbeitet hat. Beim Gespräch mit dem Ressortzuständigen wurden sie aber schnell abgeblockt“, erklärte Dominik Gugler bei der Gemeinderatssitzung am vergangenen Donnerstag. Dieses Konzept sieht beispielsweise vor, dass der Großteil der Veranstaltung außerhalb des Freibad-Geländes und nur bei schönem Wetter stattfinden soll. Außerdem werde kein schweres Gerät in den Badbereich einfahren.

Trotzdem steht der für das Freibad verantwortliche Stadtrat Martin Stöckler (Liste für Haag) den Plänen skeptisch gegenüber. „Ihr habt die jungen Leute hinter euch, aber nicht die Schwimmer und nicht die Leute mit Kindern, die immer im Bad sind“, stellte er klar.

„Ich kann mir nicht vorstellen, dass ich in irgendeiner Art und Weise dafür die Haftung übernehme“, erteilte Stöckler den Plänen eine Abfuhr. Das wäre laut Bürgermeister Lukas Michlmayr auch gar nicht notwendig. „Ein Stadtrat hat nie die Verantwortung. Das fällt immer auf den Bürgermeister zurück“, betont der Stadtchef.

Und er kann sich eine Neuauflage des Festes durchaus vorstellen. „Man soll der Jugend diese Veranstaltung nicht nehmen. Ich bin gesprächsbereit. Solange man das Konzept noch nicht kennt, kann man nicht dagegen sein“, sagt Michlmayr.

Seine ÖVP-Parteikollegen sehen das ähnlich. „Es hat ja nicht nur ein Badfest gegeben und bei denen gab es keine Vorfälle“, appelliert Johann Kogler – wie auch sein Stadtratkollege Martin Tojner – dafür, die neuen Pläne in kleiner Runde zu diskutieren.