Bundespflügen: Zur WM „geackert“. Leopold Aichberger holte sich den Sieg beim Bundesentscheid im Burgenland und hat damit auch die Weltmeisterschafts-Teilnahme 2018 in Deutschland in der Tasche.

Von Sabine Hummer. Erstellt am 29. August 2017 (05:55)
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Der 19-jährige Haager Leopold Aichberger kürte sich im Burgenland zum Bundessieger in der Kategorie Drehpflug und sicherte sich damit die Teilnahme an der WM 2018 in Deutschland.

Im Alter von 13-14 Jahren hat Leopold Aichberger erstmals unter Anleitung seines Großvaters ein Feld geackert, 2014 hat er seine Leidenschaft für das Leistungspflügen entdeckt. Nach den Siegen bei den Landesmeisterschaften in den vergangenen drei Jahren kürte sich der 19-jährige Haager beim 61. Bundespflügen im burgenländischen Bildein zum Besten der österreichischen Pflüger-Elite in seiner Kategorie, dem Drehpflug.

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 Leopold Aichberger

Insgesamt 28 Männer und eine Frau hatten am Bewerb in den Kategorien Beet- und Drehpflug teilgenommen. Aus dem Bezirk traten auch Christian Haider aus St. Valentin (Beetpflug) und Sebastian Witzlinger aus Ernsthofen (Drehpflug) an. Außer Konkurrenz ging Vorjahressieger Hannes Heigl aus Ernsthofen (Drehpflug) an den Start, der den Wettkampf als Training für die Teilnahme an der WM in Kenia Anfang Dezember nutzte.

Boden ziemlich anspruchsvoll

Die Top-Vorstellung der Mostviertler Delegation krönte eindeutig Leopold Aichberger, der sich mit Präzision zur Gold-Medaille pflügte. „Der Boden im Burgenland war ziemlich anspruchsvoll, weil man jede Umstellung am Pflug sofort am Pflugbild gekannt hat“, informiert Aichberger über die Gegebenheiten vor Ort.

Insgesamt muss beim Leistungspflügen eine trapezförmige Fläche von 100x16x24 Metern gepflügt werden (beim Beetpflug ein rechteckiges Feld). Gerade, gleichmäßig und gleich hoch lauten dabei die Kriterien, die es zu erfüllen gilt. „Das ist gar nicht so einfach, denn die Spur muss strichgerade sein, man kennt jede kleinste Bewegung, die man am Traktor macht“, weiß der Elite-Pflüger.

Woher Aichberger sein Talent wohl hat, wie er überhaupt zum Leistungspflügen kam und welche Ziele er sich für die WM setzt, lest ihr in der aktuellen Ausgabe der NÖN.