Demo gegen den ÖBB-Handymast. Bürgerinitiative „HaagGegenMast“ ruft für Dienstag zu einer Kundgebung auf.

Von Ingrid Vogl. Erstellt am 05. August 2019 (15:21)
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Vor rund einem Jahr formierte sich die Bürgerinitiative „HaagGegenMast“ rund um Petra und Rudi Königshofer (3. und 4. von links). Für den Dienstag dieser Woche ruft sie nun zu einer Demo auf, die ab 8 Uhr beim Bahnübergang auf der Seite des Kletterturms stattfinden wird.

Durch Zufall hatten die Haager im Sommer des Vorjahres von den Plänen der ÖBB erfahren. Sie beabsichtigt, in der Nähe der Freizeiteinrichtungen der Gemeinde einen 30 Meter hohen Handymast zu errichten. „Ein wichtiger Schritt für die Zukunft des Bahnverkehrs, denn durch das neue System wird höchste Sicherheit bei Notfällen garantiert“, lautete das Argument der ÖBB für die Notwendigkeit des Mastes.

Ein Argument, das die besorgten Haager Bürger nicht gelten ließen, denn das für den Bahnverkehr notwendige interne Funknetz sei ihres Wissens nach österreichweit ja bereits flächendeckend ausgebaut. Die Haager ärgerte auch vor allem, dass die ÖBB den Mast auf eigenem Grund ohne Baubewilligung aufstellen dürfe. Man gründete daher die Bürgerinitiative „HaagGegenMast“ und startete eine erfolgreiche Unterschriftenaktion. „1.200 Haager haben unterschrieben. Das ist ein Viertel der wahlberechtigten Bevölkerung“, erklärt Petra Königshofer, die Sprecherin der Bürgerinitiative.

Zuletzt war es ruhig geworden um den umstrittenen Funkmast. In den letzten Tagen kam dann aber wieder Bewegung in die Sache. „Wir haben erfahren, dass die Errichtung der Sendeanlage für Dienstag geplant ist“, betont Königshofer. Grund für diese Vermutung ist ein Schreiben der Bezirkshauptmannschaft. „Der ÖBB wurde die Bewilligung erteilt, dass sie am Dienstag die Straße absperren kann. Mehr wissen wir aber nicht“, berichtet Stadtamtsdirektor Gottfried Schwaiger.

1.200 Unterschriften gegen den Handymast

Um die Ablehnung gegen das Projekt kundzutun, veranstaltet die Bürgerinitiative am Dienstag ab 8 Uhr daher eine Demonstration beim Bahnübergang auf der Seite des Kletterturms. „Wir sind uns ganz sicher, dass es da ein Unrecht gibt. Es ist wichtig, das zu sagen, und darauf wollen wir mit der Demo aufmerksam machen“, erklärt Petra Königshofer.

Dass sie den Mast am Dienstag aufstellen werde, wurde seitens der ÖBB übrigens nicht bestätigt. „Diese Information ist nicht richtig“, stellte Pressesprecher Karl Leitner klar.

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