Ein erster Lichtblick für den Tierpark. In Haag spekuliert man mit einer Öffnung des Tierparks am 15. Mai. Unter welchen Bedingungen ist noch nicht klar.

Von Ingrid Vogl. Erstellt am 29. April 2020 (04:02)
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Seit 14. März sind die Tore und Kassen des Haager Tierparks geschlossen. Man rechnet mit fehlenden Einnahmen in Höhe von einer halben Million Euro.
Archiv/Führer

Seit 14. März ist der Haager Tierpark nun schon geschlossen. Zuletzt verdichteten sich aber die Hinweise, dass diese Sperre bald aufgehoben werden könnte. „Wir hoffen auf den 15. Mai“, verrät Bürgermeister und Tierpark-Geschäftsführer Lukas Michlmayr.

Warum man gerade mit diesem Datum spekuliert, hat zwei Gründe. Zum einen wurde Ende vergangener Woche bekannt, dass der Tiergarten Schönbrunn ab 15. Mai wieder geöffnet ist. „Schönbrunn ist ein Bundestiergarten, für den das Wirtschaftsministerium zuständig ist. Unser Tierpark fällt in den Verantwortungsbereich der Tourismusministerin“, erklärt Michlmayr, warum die Schönbrunn-Lösung nicht automatisch auch für den Haager Tierpark gilt.

Zweiter Grund, warum man auf eine Öffnung am 15. Mai hofft, ist der Umstand, dass an diesem Tag eine weitere Lockerung der Corona-Maßnahmen erfolgt, weshalb ja auch die Gastronomie wieder den Betrieb aufnehmen kann. „Ich bin daher sehr zuversichtlich, dass wir dann auch aufsperren dürfen“, erklärt Michlmayr. Klarheit wird es aber erst geben, wenn Ministerin Elisabeth Köstinger den Fahrplan präsentiert, wie es mit den Freizeiteinrichtungen weitergeht. Das soll am Dienstag (nach Redaktionsschluss) passieren.

Maßnahmenpaket bei Ministerin deponiert

Michlmayr suchte in der Vorwoche den Kontakt zur Ministerin und deponierte seine Vorstellungen über mögliche Sicherheitsmaßnahmen im Tierpark. So schlug er eine Zugangsbeschränkung vor, die besagt, dass 150 Personen pro Hektar Fläche erlaubt sein sollen.

Außerdem sollen alle Besucher – ausgenommen Kinder bis zu einer Körpergröße von einem Meter – auf dem 33 Hektar großen Tierparkareal einen Mund-Nasen-Schutz tragen. „Das würden wir, wenn nötig, auch kontrollieren“, erklärt Michlmayr. Zudem sollen im gesamten Tierpark Ständer mit Desinfektionsmittel aufgestellt werden. Außerdem kann man sich vorstellen, anfangs das Füttern der Tiere durch Besucher zu verbieten.

Die einzige Engstelle, bei der der geforderte Sicherheitsabstand problematisch werden könnte, ist der Eingangs- und Kassenbereich. Deshalb will man künftig verstärkt auf Online-Ticketing setzen. Da die Tickets nicht ausgedruckt werden müssen, kann man sie auch direkt vor Ort noch via Smartphone lösen.