Feuerwehr im Dauereinsatz: Sechs Einsätze am Freitag. Innerhalb von zehn Stunden wurde die Freiwillige Feuerwehr Stadt Haag zu sechs verschiedenen Einsätzen alarmiert. Rücksichtslose Lenker erschwerten die Arbeit.

Von Stephanie Turner. Erstellt am 01. Mai 2018 (06:00)
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Viele Fahrzeuglenker schaffen es trotz der zahlreichen Hinweisschilder noch immer nicht, eine Rettungsgasse zu bilden. Diese ist aber für die Einsatzkräfte eine Notwendigkeit, um schnell zum Einsatzort zu gelangen.
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Während sich vergangenen Freitag viele auf einen gemütlichen Start ins Wochenende gefreut haben, hieß es für die Freiwillige Feuerwehr Stadt Haag reinste Akkordarbeit leisten: Denn am 27. April kam es im Gebiet Haag gleich zu sechs Feuerwehreinsätzen, die alle innerhalb von zehn Stunden passiert sind (mehr dazu in der Infobox).

Andreas Zöchlinger, Kommandant der FF Stadt Haag, ist gute Zusammenarbeit wichtig.
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„Wenn überhaupt einmal mehrere Einsätze an einem Tag vorkommen, dann sind das meistens nur zwei bis drei. So viele Ausrückungen wie am Freitag haben wir wirklich nur ganz selten. Zum Glück sind die Arbeitgeber in solchen Fällen wirklich verständnisvoll und lassen die Kameraden auch gehen“, berichtet der Kommandant der FF Stadt Haag, Andreas Zöchlinger.

„Ich bin stolz auf die Mannschaft, denn sie ist mit absolutem Eifer dabei. Da gibt es kein Jammern und Sudern.“ Kommandant der FF Stadt Haag Andreas Zöchlinger

Begonnen hat alles zu Mittag, als ein Fahrzeug mit Motorschaden im Stadtgebiet den Verkehr behinderte. Etwa zwei Stunden später wurden die Florianis zu einem Kaminbrand nach Holzleiten gerufen, der sich als Küchenbrand entpuppte.

Wenige Stunden später wurde die Feuerwehr zu einem Verkehrsunfall auf der A1 Richtung Wien nach Oed alarmiert. Vier Pkw waren dort kollidiert. Bevor die Feuerwehrmänner jedoch wieder abrücken konnten, kam es wenige Kilometer entfernt schon zum nächsten Verkehrsunfall auf der A1.

Bei vier von sechs Einsätzen war die Freiwillige Feuerwehr Stadt Haag auf der A1 in Richtung Wien im Einsatz. Im Staubereich kam es immer wieder zu Unfällen mit mehreren Fahrzeugen.
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Kaum war die Arbeit bei diesem Einsatz erledigt, gab es wenige Kilometer entfernt einen weiteren Unfall im Staubereich. Verletzt wurde hier glücklicherweise niemand. Im Staubereich krachte es dann allerdings keine 20 Minuten später erneut, was schließlich zu Einsatz Nummer sechs führte. Insgesamt waren pro Vorfall vier Fahrzeuge und 25 Leute im Einsatz. Die Nacharbeiten dauerten am Ende noch bis zirka 22 Uhr.


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