Gemeinderat: Diskussion über Flutlicht für Tennisclub. Wirtschaftshof für den Tierpark ist mit 2,35 Millionen Euro der größte Brocken im Voranschlag für 2019. Uneinig war man über Sondersubvention für den Tennisclub.

Von Ingrid Vogl. Erstellt am 18. Dezember 2018 (03:57)
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Momentan liegt die Tennisanlage im Winterschlaf. Mit der Errichtung einer Flutlichtanlage, die im Gemeinderat beschlossen wurde, soll künftig im Sommer der Spielbetrieb in den Abendstunden verlängert werden.

10,25 Millionen Euro im ordentlichen Haushalt und 5,40 Millionen Euro im außerordentlichen Haushalt waren die Eckdaten des Voranschlags, der bei der Gemeinderatssitzung am vergangenen Donnerstag zu beschließen war.

„Man sieht bei der Entwicklung, dass super gewirtschaftet worden ist. Sehr positiv ist die Kommunalsteuer, die in den letzten vier Jahren immer zwischen vier und sieben Prozent gestiegen ist. Das gibt natürlich Spielraum für Projekte“, erklärte Bürgermeister Lukas Michlmayr zum vorsichtig veranschlagten Budget für 2019.

Tierpark-Wirtschaftshof ist größtes Projekt

Das größte der Projekte ist im kommenden Jahr der Tierpark-Wirtschaftshof, der sich mit 2,35 Millionen Euro zu Buche schlägt. Im Jahr 2020 wird das insgesamt 2,6 Millionen teure Projekt ausfinanziert sein. Größere Summen (siehe weiter unten) fließen auch in den Gemeindestraßenbau, den Ausbau des Kanals und die Sanierung des Bezirksgerichts. Der Voranschlag wurde einstimmig und ohne Diskussionen beschlossen.

Für Gesprächsstoff sorgte jedoch zuvor schon eine Sondersubvention für den Tennisclub in der Höhe von 18.000 Euro, die der Hauptgrund ist, warum im Voranschlag das Budget für die Sportplätze im Vergleich zum Vorjahr von 6.000 Euro auf 25.000 Euro angehoben wurde. Gebraucht wird die Subvention für eine 28.000 Euro teure Flutlichtanlage, die auf zwei Plätzen den Spielbetrieb in den Abendstunden verlängern soll.

„2009 war der Tennisclub pleite und die Gemeinde hat 21.000 Euro zur Verfügung gestellt. Ich sehe nicht ein, dass man für Freizeitsportler auf Kosten der Allgemeinheit eine Flutlichtanlage macht“, konnte sich Stadtrat Josef Staudinger (Liste für Haag) mit der geplanten Unterstützung des Tennisvereins nicht anfreunden.

Dass sich der Mitgliederstand zuletzt von 85 auf 120 erhöht habe, freute Sportstadträtin Margit Gugler (ÖVP). „Ich bin froh, dass da wieder was passiert. Ich stehe voll dahinter und unterstütze das“, sprach sie sich deutlich für die Subvention aus. „Wenn es über hundert Mitglieder gibt, die hundert Euro Mitgliedsbeitrag zahlen, dann kann man da schon sehr viel machen“, war Staudinger jedoch der Meinung, dass sich der Verein das Flutlicht selber finanzieren müsse.

Mit dieser Meinung stand seine Fraktion aber allein auf weiter Flur. Die Sondersubvention wurde beschlossen. Mit Ausnahme von Martin Stöckler stimmten alle Mandatare der Liste für Haag dagegen.