Gerichtsgebäude mit Festakt und vielen Gästen eröffnet

Erstellt am 30. April 2019 | 04:11
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Die Prominenz am roten Teppich: Generalmajor Franz Popp, Gerichtsvorsteherin Simone Trauner, Präsident des Oberlandesgerichts Wien, Gerhard Jelinek, Landtagspräsident Karl Wilfing, Bürgermeister Lukas Michlmayr, Bezirkshauptfrau Martina Gerersdorfer, Kabinettschef im Innenministerium, Reinhard Teufel, Ex-Justizminister Wolfgang Brandstetter und Postenkommandant Stefan Krondorfer.
Foto: NOEN
Im Beisein von Vertretern aus Justiz, Polizei und Politik wurde saniertes Gerichtsgebäude offiziell eröffnet.
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In Haag gab es am Freitagnachmittag Grund zum Feiern. Das umgebaute und sanierte Gerichtsgebäude wurde mit einem Festakt und einem anschließenden Tag der offenen Tür feierlich eröffnet. „Es ist ein gelungenes Projekt zur Ortskernbelebung von Bund, Land und Stadt geworden“, freute sich Bürgermeister Lukas Michlmayr. Das denkmalgeschützte Gebäude in der Höllriglstraße ist nun nämlich nicht mehr nur Heimat des Gerichts, sondern auch der Polizeiinspektion Haag, einer Außenstelle der BH Amstetten, einer Tagesbetreuung für Kleinstkinder und mehrerer Büros.

Dementsprechend groß war die Anzahl der Besucher beim Festakt. Und alle zeigten sich begeistert vom Ergebnis des zwei Millionen teuren Projekts. „Das Gericht in Haag ist von außen würdig und von innen modern. Ein Idealtypus, wie man sich ein Gericht vorstellt“, erklärte etwa Gerhard Jelinek, der Präsident des Oberlandesgerichts Wien. Auch seitens der Polizei gab es viel Lob. „Es ist ein wunderbares Projekt. Und wenn man zu viel Respekt vor der Polizei oder dem Gericht hat, dann kann man vorher noch einen Termin bei der Psychologin ausmachen“, nahm Generalmajor Franz Popp Bezug auf eine der Mieterinnen im Gerichtsgebäude.

Baumeister Erwin Hackl gewährte den Festgästen dann einen Einblick in die Bauarbeiten, die ihn vor einige Herausforderungen stellten. So galt es nicht nur ein altes Gebäude auf einen neuen Stand zu bringen, sondern auch die Wünsche der Mieter und des Denkmalamtes unter einen Hut zu bringen. Außerdem mussten die Arbeiten abschnittsweise erfolgen, damit der Betrieb weiterlaufen konnte. Insgesamt wurden 121 Räume in vier Geschoßen saniert. Das entspricht einer Gesamtfläche von 2.300 Quadratmetern. „Das sind umgerechnet rund 15 Einfamilienhäuser. Und das alles in einem Jahr“, betonte Hackl.

Besonders viel Applaus erntete an diesem Nachmittag der ehemalige Justizminister Wolfgang Brandstetter. Der gebürtige Haager spielte eine wesentliche Rolle, dass das Bezirksgericht wieder nach Haag zurückkehren konnte. „Es war eine völlig logische Entscheidung, dass das so geworden ist“, erinnerte Brandstetter daran, dass er die Zusammenlegung mit Amstetten aufgrund der explodierenden Kosten im Jahr 2014 stoppte.

Die Gespräche, die Bürgermeister Lukas Michlmayr in der Folge mit Brandstetter und Landeshauptmann Erwin Pröll führte, waren letztendlich von Erfolg gekrönt. „Wenn die Zahlen, Daten und Fakten stimmen, dann haben wir noch eine Chance, wurde uns damals gesagt. Heute sieht man, was aus der Minichance geworden ist“, erklärte Michlmayr nicht ohne Stolz.

Was genau daraus geworden ist, das konnten die Besucher bei einem gemeinsamen Rundgang durch das Haus, bei dem auch alle Mieter vor Ort waren, erkunden.

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