Karneval legt aus finanziellen Gründen eine Pause ein. Haager Karneval wird 2018 nicht stattfinden. Obmann Josef Losbichler legte Vereinsführung zurück, da er für die hohen Kosten nicht haften will.

Von Sabine Hummer. Erstellt am 14. November 2017 (05:52)
NOEN, Archiv/Sabine Hummer
„Mister Karneval“ Josef Losbichler legte die Obmannschaft beim Haager Karnevalsverein zurück. „Finanzielle Gründe machten das nötig“, sagt Losbichler gegenüber der NÖN.

Am 11.11. um 11.11 Uhr startete die neue Faschingssaison, die ja bekanntlich bis zum Faschingdienstag andauert. Haager Faschingsfreunde werden aber vergeblich auf einen der großen Höhepunkte im Faschingskalender warten müssen. Der Haager Karneval wird 2018 erstmals seit fünfzehn Jahren eine Pause einlegen, so lautet die jüngste Entscheidung des Karnevalsvereins.

Obmann „Mister Karneval“ Josef Losbichler legte obendrein die Vereinsleitung zurück. „Den Karnevalsverein gibt es weiterhin. Es steckt auch kein Skandal dahinter, wie derzeit in Haag gemunkelt wird, die Entscheidung beruht rein auf finanziellen Gründen“, sagt Losbichler im NÖN-Gespräch.

Zuletzt in der Mostviertelhalle

Alle zwei Jahre fand das Faschingsevent zuletzt in der Mostviertelhalle statt und hatte mittlerweile Kult-Charakter. An den Zuschauerzahlen liege das Pausieren aber nicht, betont Losbichler, denn auch im Vorjahr fanden alle fünf Veranstaltungsabende im ausverkauften Haus statt.

„Normalerweise finden wir uns nach dem Sommer zusammen, um an der neuen Show zu tüfteln, die wir so professionell wie möglich gestalten wollen. Natürlich braucht es dafür auch das nötige Equipment. Vor allem die Technik ist jedes Mal ein großer finanzieller Posten. Bisher wurde sie uns zu besonders günstigen Konditionen zur Verfügung gestellt, jetzt würde sie mindestens das Doppelte mehr kosten, das können wir als kleiner Verein jedoch nicht stemmen. Da ich als Obmann für Ausfälle haften müsste, kann ich das nicht verantworten“, erklärt sich Losbichler.

Was Bürgermeister Lukas Michlmayr zur Entscheidung sagt und ob es vielleicht doch ein Comeback geben könnte, lest ihr in der aktuellen Ausgabe der NÖN, sowie im ePaper.