Schüler liefen für den guten Zweck

Die Schüler der HLW Haag sammelten fleißig Kilometer und 4.850 Euro für ein SOS-Kinderdorf in Guatemala.

Erstellt am 21. Dezember 2019 | 04:36
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Der Scheck über 4.850 Euro wurde von Professorin Maria Rohrhofer an Stephanie Daniel von den SOS-Kinderdörfern überreicht. Die Lehrer Astrid Kornmüller und Reinhold Meyer sowie die Klasse 5AH waren stellvertretend für alle HLW-Schüler mit dabei.
Foto: Stubauer

Kinder, die in einem SOS-Kinderdorf aufwachsen, haben meist eine schwierige Zeit hinter sich: Aufgrund von Gewalt, Armut oder Unterernährung kommen sie in eines der Kinderdörfer, wo sie ein sicheres Zuhause finden und eine Chance für ihr Leben bekommen.

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Gegründet wurden die Kinderdörfer vom Österreicher Hermann Gmeiner im Jahre 1949. Mittlerweile ist diese nichtstaatliche und überkonfessionelle Einrichtung in 133 Ländern aktiv. Unter anderem auch – mit sieben Standorten – in Guatemala.

Das mittelamerikanische Land leidet immer noch an den Auswirkungen des Bürgerkrieges und sieht sich mit großen Herausforderungen wie Armut, Unterernährung und Gewalt konfrontiert. Der schwache Staat kann den Kindern die notwendige Unterstützung nicht bieten, die sie dringend benötigen würden.

Das SOS-Kinderdorf San Cristobal in Guatemala City gibt es seit 1996. Dort wohnen heute elf SOS-Familien mit 64 Kindern und Jugendlichen. Eine Lehrerin der HLW Haag, Elisabeth Schöber, unterrichtet derzeit an der österreichischen Schule in Guatemala und wurde auf die Not der Kinder aufmerksam. Gemeinsam mit Maria Rohrhofer, Lehrerin für Globalwirtschaft an der HLW, rief sie das Projekt „Jeder Meter zählt“ ins Leben.

Dabei liefen alle Schülerinnen der HLW eine bestimmte Anzahl an Kilometern und suchten sich für jeden bewältigten Kilometer einen Sponsor – das konnten Eltern, Freunde oder Unternehmen sein. Schließlich wurden bei dem Projekt 4.850 Euro erlaufen, die kürzlich an Stephanie Daniel von den SOS-Kinderdörfern übergeben wurde.

Noch vor Weihnachten wird das Geld schließlich direkt dem Kinderdorf San Cristobal in Guatemala City überreicht.