Engpass: Zivildiener werden Mangelware. Das Rote Kreuz in Haag ist auf der Suche nach Zivildienern. Für den Einrückungstermin im April gibt es – im Gegensatz zu St. Valentin – noch keine Anmeldungen.

Von Ingrid Vogl und Reinhard Gölzner. Erstellt am 13. Februar 2018 (06:02)
Reinhard Gölzner
Lukas Kirchweger (links) und Viktor Gruber (rechts) sind Zivildiener beim Roten Kreuz in Haag. Ein Hauptgrund, warum sie den Zivildienst gewählt haben, ist, „um Menschen helfen zu können, die verletzt oder in Not sind“. Nach weiteren Zivildienern, die im April einsteigen, wird derzeit noch fieberhaft gesucht. Foto: Gölzner

Das Rote Kreuz Haag ist eine jener Bezirksstellen in Niederösterreich, bei denen es im April zu wenige Zivildiener geben wird.

Gölzner
Klaus Seits, Bezirksstellenleiter des Roten Kreuzes in Stadt Haag.

„In jedem Quartal rücken bei uns drei Zivildiener ein, um den Dienstbetrieb in gewohnter Weise aufrecht zu erhalten. Derzeit haben sich aber noch keine für den Einrückungstermin im April gemeldet“, erklärt Bezirksstellenleiter Klaus Seits und hofft auf Kurzentschlossene.

Obwohl der Einrückungstermin im April für jene ungünstig ist, die erst im Juni die Schule abschließen und sich daher erst für Juli oder Oktober für den Zivildienst anmelden, gab es in der Vergangenheit nie Probleme, genug Zivildiener zu finden.

Warum das heuer anders ist, dafür hat Seits eine Erklärung parat. „Der April ist üblicherweise der am schwierigsten zu besetzende Termin. Der Grund für den jetzigen Engpass dürfte aber vor allem an den geburtsschwächeren Jahrgängen liegen, die sich nun auswirken“, ist er überzeugt.

Sollte sich für April niemand mehr melden, so müssen die fehlenden Zivildiener-Plätze durch Hauptberufliche ersetzt werden.


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