Startschuss für den Glasfaser-Netzausbau. Liwest bringt Breitband in die Ortsteile Holzleiten und Gstetten. Die Fertigstellung ist im Spätsommer des Jahres geplant.

Von Ingrid Vogl. Erstellt am 14. Mai 2019 (05:01)
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Spatenstich für den Glasfaser-Netzausbau

Der Ausbau von Breitband-Infrastruktur für schnellste Internetanbindungen ist für Gemeinden ein wichtiges Ziel, denn leistungsstarkes Internet ist die Grundvoraussetzung für die Ansiedelung von Klein- und Mittelunternehmen, die Arbeitsplätze in der Gemeinde schaffen.

Doch auch für die Nutzung von datenintensiven Anwendungen wie Musik- und Videostreaming, die gleichzeitige Nutzung von mehreren Smartphones und Tablets über Wlan oder die Anbindung von Smart Home-Systemen ist eine schnelle Internetleitung erforderlich. Das Zentrum von Stadt Haag ist mit Breitband-Internet bereits bestens versorgt. Nun folgen die Ortsteile Holzleiten und Gstetten, denn am vergangenen Mittwoch erfolgte bereits der Spatenstich für den Netzausbau.

Dass die Liwest den Netzausbau auch wirklich umsetzt und so eine halbe Million Euro in der Gemeinde investiert, ist auf das große Interesse der Bevölkerung in Holzleiten und Gstetten zurückzuführen, denen das Projekt bei einer Informationsveranstaltung Ende Jänner präsentiert wurde. Fünfzig Prozent der Haushalte in den beiden Ortsteilen mussten an Bord kommen, damit die Liwest den geplanten Netzausbau auf eigene Kosten – nur mit der Bundesförderung – umsetzt.

75 Prozent der Haushalte mit dabei

„50 Prozent hätten mitmachen müssen und es sind 75 Prozent geworden“, freut sich Bürgermeister Lukas Michlmayr, dass Haag bald zu den modernsten Städten des Landes zählen wird und alle Möglichkeiten der Digitalisierung voll ausschöpfen wird können.

„Fiber to the Home“ (FTTH) heißt die Methode, mit der der oberösterreichische Kabelnetzbetreiber die Haushalte künftig versorgen wird und die Nutzer damit in den Genuss von Internet mit bis zu 400 Mbit/s kommen. Die Bauarbeiten, die bereits im Spätsommer abgeschlossen werden sollen, übernimmt die Firma Ploier+Hörmann. Alle Spätentschlossenen, die Interesse am schnellen Internet haben und noch nicht angemeldet sind, können dies unter glasfaser@liwest.at noch bis Ende Mai nachholen.

„Der Ausbau von Glasfaser ist die Zukunft. Alles, was unter der Erde ist, kann nicht so sehr strahlen“, sieht Michlmayr deutliche Vorteile gegenüber dem Mobilfunk. Um die Erweiterung des Glasfaser-Netzes künftig so einfach wie möglich zu gestalten, werden bei allen Wasserleitungsprojekten in der Stadt gleich Glasfaserleerrohre mitverlegt. „Es wird dann einen Plan geben, wo die Leerrohre liegen und wo es Verknüpfungsstellen mit der Liwest gibt“, verrät Michlmayr.