Startschuss für den Schulterschluss. Justiz- und Innenminister nahmen symbolischen Spatenstich für Umbau des Gerichts vor. Justiz und Polizei künftig in einem Haus.

Von Ingrid Vogl. Erstellt am 28. September 2017 (05:26)
NOEN, Vogl
Hatten viel Spaß beim symbolischen Spatenstich: Bezirkspolizeikommandant Horst Schmutzer, der Präsident des Oberlandesgerichts, Gerhard Jelinek, Bürgermeister Lukas Michlmayr, Justizminister Wolfgang Brandstetter, Innenminister Wolfgang Sobotka, Nationalrat Andreas Hanger und Bundesrat Andreas Pum (von links).

Hoher Besuch war am vergangenen Montag in Haag zu Gast. „Das war noch nie der Fall, dass wir den Vizekanzler und den Innenminister in Haag haben“, freute sich Bürgermeister Lukas Michlmayr über die Anwesenheit von Wolfgang Brandstetter und Wolfgang Sobotka.

Dass die beiden Regierungsmitglieder gleichzeitig den Weg ins Mostviertel fanden, hatte einen guten Grund: Die wiedererlangte Eigenständigkeit des Haager Bezirksgerichts und den dafür notwendigen Umbau des denkmalgeschützten Gebäudes, wofür Brandstetter und Sobotka den symbolischen Spatenstich vornahmen.

Das Haus wird aber nicht nur barrierefrei gemacht, sondern bekommt auch neue Mieter. So werden nach dem Umbau und der notwendigen Sanierung die Polizei und eine Kleinkindbetreuungseinrichtung einziehen.

Zukunftsweisendes und vorbildhaftes Projekt

„Das Projekt ist etwas Großartiges und das Intelligenteste, was man machen konnte. Was hier entsteht, ist zukunftsweisend und vorbildhaft. Das brauchen wir auch an anderen Standorten“, zeigte sich der gebürtige Haager Wolfgang Brandstetter begeistert von der Idee vom zukünftigen Schulterschluss von Justiz und Polizei.

Lobeshymnen, in die auch Innenminister Wolfgang Sobotka einstimmte. „Die Entscheidung ist mit Sicherheit eine ökonomisch höchst richtige. Danke, dass du so aktiv warst und das Gesamtprojekt auch mitverantwortest“, richtete er sein Lob direkt an den Ortschef.

Die Ausschreibungen für den Umbau laufen und die Vergaben werden im Oktober im Gemeinderat beschlossen. „Danach können wir sofort mit den Umbauarbeiten beginnen“, erklärte Bürgermeister Lukas Michlmayr. Für die Finanzierung des Umbaus wird ein Kredit aufgenommen. Dieser soll mit den eingenommenen Mieten zurückgezahlt werden.