Fulminantes Herbstkonzert und Goldregen für Huber. Stadtkapelle Haag begeisterte auf ganzer Linie und bescherte ihrem Jubiläumskapellmeister Ewald Huber einige besondere Überraschungen.

Von Sabine Hummer. Erstellt am 28. November 2017 (03:51)
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Es regnete Gold für Kapellmeister Ewald Huber, der sich über diesen Überraschungsgag seiner Musiker sichtlich freute.
Sabine Hummer

Mit einem Programm der Extraklasse wartete die Stadtkapelle Haag bei ihren beiden Herbstkonzerten am Samstag und Sonntag in der Mostviertelhalle auf. Beim „Best of 20 Jahre“ zog Kapellmeister Ewald Huber, der sein 20-jähriges Kapellmeisterjubiläum feierte, alle Register.

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Standing Ovations gab es für Pianist Sebastian Schleindlhuber für seine grandiose Interpretation der „Rhapsody In Blue“ von George Gershwin am Bösendorfer. Ein tolles Klarinettensolo gab Mario Halbmayr-Detter (hinten).
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Den Anfang machte die Ouvertüre „Leichte Kavallerie“ von Franz von Suppé, ehe die Stadtkapelle ihr Selbstwahlstück für die Konzertwertung am kommenden Sonntag „The Hounds of Spring“ von Alfred Reed eindrucksvoll vorstellte.

Begeisterungsstürme rief das Schlussstück im ersten Konzertteil hervor. Als Solist zur „Rhapsody in Blue“ von George Gershwin konnte der Haager Pianist Sebastian Schleindlhuber begrüßt werden. Schleidlhuber lieferte dabei – grandios getragen von der Stadtkapelle – eine denkwürdige Kostprobe seines virtuosen Könnens am Bösendorfer-Flügel ab, der extra für dieses Spektakel in die Mostviertelhalle ausgeliehen wurde.

„Mambo Jambo“ als schwungvoller Schlusspunkt

Nach der Pause ging es in dieser Tonart weiter. Die packende Komposition „Alcatraz“ von Fritz Neuböck, Pflichtstück beim Wertungsspiel am 3. Dezember, ließ das Publikum in die Geschichte der ehemaligen Gefängnisinsel vor San Francisco eintauchen.

In seiner Funktion als Bezirksobmann durfte Harald Weidinger anschließend zur Tat schreiten und verdiente Mitglieder ehren. Eine besondere Auszeichnung wurde Ewald Huber zuteil, der für sein 20-jähriges Engagement als Kapellmeister die goldene Dirigentennadel des NÖ Blasmusikverbandes erhielt.

Bachs „Toccata und Fuge in D-Moll“ in einem fetzigen Arrangement von Andreas Lachberger mit Geigenvirtuosin Sara Mayer als Solistin und Kapellmeisterstellvertreter Karl Schleindlhuber am Dirigentenpult war das nächste Highlight, gefolgt von Paul Harts Filmmusik „Cartoon“, bei der die Comic-Helden Tom & Jerry für cineastische Einlagen sorgten.

Mit Mamborhythmen „Mambo Jambo“ wurde dem Konzert ein schwungvoller Schlusspunkt gesetzt. Marschmusik gab es schließlich mit dem „Max Glaner Marsch“ und dem „Radetzky Marsch“, traditionell dirigiert von Ehrenkapellmeister Gerhard Leeb, bei den Zugaben.