Westwinkel-Betriebe gestalten die Zukunft. Dank verstärkter Kooperation soll der Westwinkel zu einem dauerhaft florierenden Lebens- und Wirtschaftsraum werden.

Von Ingrid Vogl. Erstellt am 05. Dezember 2017 (01:36)
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Karl Hasenöhrl, Sprecher der Westwinkel-Gemeinden, Landtagsabgeordnete Michaela Hinterholzer, Ernsthofens Bürgermeister Karl Huber, Unternehmer Alois Schoder (Strengberg) und Gerhard Ebner, Obmann der Wirtschaftsinitiative St. Valentin (von links), präsentierten die zukünftigen Pläne der Region Westwinkel.
NOEN, Vogl

„Kooperation statt Konkurrenzierung“ lautet künftig die Devise der fünf Westwinkel-Gemeinden Ennsdorf, Ernsthofen, St. Pantaleon-Erla, St. Valentin und Strengberg.

„Die Region Westwinkel ist ein sehr aufstrebender Wirtschaftsraum, der mit seiner guten Verkehrsanbindung durch die Westautobahn, die Westbahn und den Ennshafen Seinesgleichen sucht“, erklärte der St. Pantaleoner Unternehmer Karl Hasenöhrl, der Sprecher der Westwinkel-Gemeinden, im Rahmen eines Pressegesprächs am vergangenen Freitag.

Diese Vorteile wolle man nützen und deshalb müsse man in Zukunft die Kräfte bündeln und mit einem gemeinsamen Standortmarketing einen wichtigen Schritt in die Zukunft machen, ergänzte Hasenöhrl. Eine Unternehmensbefragung werde dafür den Startschuss geben. Um eine Standortstrategie zu entwickeln, holte man mit Michael Robeischl (Institut für angewandte strategische Kommunikation) und Thomas Egger zwei erfahrene Standort- und Regionalentwickler ins Boot.

Aus WIV St. Valentin wird WIV Westwinkel

Auch bisher wurden im Westwinkel bereits gemeinsame Aktionen erfolgreich entwickelt – wie zum Beispiel die Westwinkel-App oder die Westwinkel-Gutscheine, mit denen inzwischen 500.000 Euro pro Jahr umgesetzt werden. „Derzeit haben wir 14 gemeinsame Projekte laufen, die natürlich in die Standortstrategie einfließen werden“, berichtete Gerhard Ebner, der Obmann der Wirtschaftsinitiative St. Valentin (WIV).

Die WIV wurde 2007 gegründet und umfasst derzeit 133 Betriebe. Durch die Zusammenarbeit der Betriebe im Westwinkel soll der Mitgliederstand weiter steigen. „200 Betriebe sind das Ziel bis zum Jahresende“, erläuterte Ebner. Um auch nach außen mit einer gemeinsamen Identität aufzutreten, wird 2018 der neue Verein „Wirtschaftsvereinigung Westwinkel“ aus der Taufe gehoben und die WIV St. Valentin ablösen.

Unterstützung findet die Initiative auch seitens des Landes. „Der Erfolg gibt euch recht. Die Initiative hat Potenzial. Eine Förderung für den weiteren Prozess ist möglich“, versprach Landtagsabgeordnete Michaela Hinterholzer und ergänzte: „Wenn ich euch unterstützen kann, bin ich gerne dabei.“