Start-Ups und Co.: Haag braucht schnelleres Internet. Haag ist Standort von Start-Ups und IT-Betrieben, die sich im ländlichen Raum angesiedelt haben. Die Versorgung mit Breitband-Internet ist da verbesserungswürdig.

Von Ingrid Vogl. Erstellt am 17. Oktober 2017 (04:09)
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Das Haager IT-Unternehmen „Kon-Cept“ bietet seinen Mitarbeitern ein modernes Büroumfeld in einer ländlichen Region. Was fehlt, ist schnelles Internet. Eine Lösung dürfte hier aber bereits in Sicht sein. Derzeit werden Gespräche mit A1 geführt.

Für den Bezirk Amstetten und vor allem für die Stadtgemeinde Haag ist es eines der zentralen Zukunftsthemen: Die Internetversorgung mit hohen Bandbreiten zu günstigen Preisen. „Wenn wir Betriebe nach Haag holen wollen, dann ist schnelles Internet dringend notwendig und ein Standortvorteil. Was früher die Autobahnanbindung war, ist jetzt das Breitband-Internet“, weiß Bürgermeister Lukas Michlmayr um die Wichtigkeit.

Schlechte Versorgung im ländlichen Raum

Rund 90 Prozent der Österreicher haben mittlerweile einen Zugang zum Internet, allerdings nur die Hälfte davon einen schnellen Breitbandanschluss. Ein Problem, das man auch in Haag sehr gut kennt. „Im Stadtgebiet haben wir eine sehr gute Versorgung mit ausreichenden Up- und Download-Geschwindigkeiten. Der ländliche Bereich ist aber nicht sehr gut versorgt“, erklärt Michlmayr.

Gerade der ländliche Bereich ist es aber, wo sich – etwa im Betriebsgebiet – moderne Betriebe und Start-Ups angesiedelt haben. „LineMetrics zum Beispiel braucht schnelles Internet wie einen Bissen Brot“, betont der Stadtchef. Einer der leidtragenden Betriebe der schlechten Versorgung am Land ist auch das IT-Unternehmen „Kon-Cept“ in Knillhof.

Hoffnungsschimmer für IT-Unternehmen

Das Unternehmen hat sich auf die Planung, Entwicklung und Einführung von Shop-Floor-Systemen für die Automobilfertigung auf Basis der bewährten Standard-Softwarelösung MMS spezialisiert. 1999 gegründet, betreut das Haager Unternehmen mit über 30 Mitarbeitern und weiteren Stützpunkten in Wien, Graz, München und den USA Kunden auf drei Kontinenten.

Was fehlt, ist schnelles Internet. Da dürfte nun aber eine Lösung in Sicht sein. In der Vorwoche wurde bereits mit A1 Kontakt aufgenommen. „Es ist geplant, einen Funkmasten in der Nähe mit Glasfaser zu versorgen. Eine diesbezüglich neue Leitung würde an der Firma vorbeiführen“, verrät Lukas Michlmayr. Es wird nun ausgelotet, ob „Kon-Cept“ bei diesen Grabungsarbeiten mitangeschlossen werden kann.

„Wir kämpfen immer auf der Seite unserer Haager Unternehmen, wenn wir Verbesserungen erreichen können. Ich wünsche mir bei dem Thema aber viel mehr Tempo. Es gibt immer wieder Teilerfolge wie jetzt bei „Kon-Cept“, aber das ist bei Weitem noch nicht zufriedenstellend“, erklärt der Bürgermeister.