Großer Run auf Sonderpostamt Christkindl

1,3 Millionen Weihnachts- und Neujahrsgrüße sowie 11.500 Kinderbriefe aus aller Welt wurden in Steyr seit Ende November bearbeitet.

Erstellt am 15. Januar 2022 | 05:51
Lesezeit: 1 Min
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Das Christkindl hatte beim Sonderpostamt in Steyr viel zu tun. 11.500 Kinderbriefe aus aller Welt waren zu beantworten; 1,3 Millionen Weihnachts- und Neujahrsgrüße wurden mit dem Sonderstempel „Über Postamt Christkindl“ versehen.
Foto: Post AG

Das Sonderpostamt Christkindl in Steyr hat am vergangenen Donnerstag nach einer weiteren besonderen Saison unter Covid-19 seine Türen geschlossen. Im Zeitraum von 26. November bis zum 6. Jänner wurden insgesamt 1,3 Millionen Weihnachts- und Neujahrsgrüße aus aller Welt mit dem Sonderstempel „Über Postamt Christkindl“ versehen. Internationale Touristen im großen Stil blieben auch heuer aus. Dafür gab es einen spürbaren Andrang heimischer Besucher. Besonders beliebt war dabei das letzte Wochenende vor Weihnachten.

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Auch die 72. Saison musste das beliebte Sonderpostamt unter Einhaltung strenger Corona-Maßnahmen begehen. Für die Besucher errichtete man wieder eine weihnachtlich dekorierte Hütte im Außenbereich des Christkindl-Wirts. Die „Weihnachtswerkstatt“, in der Mitarbeiter der Österreichischen Post die Briefe stempelten und Antworten vom „Christkindl“ verschickten, befand sich im Inneren des Gasthofes.

Seit Jahrzehnten schicken Kinder aus aller Welt Briefe ans Postamt Christkindl. In dieser Saison waren es mehr als 11.500. Das Team der Post hat all diese Briefe – im Auftrag des Christkindls – beantwortet und den Kindern deutsche oder englischsprachige Antwortkarten zugeschickt. Waren es in der Vergangenheit oft mehrheitlich Kinderbriefe aus dem Ausland, die ans Christkindl geschrieben haben – darunter Schulklassen aus China und Russland, aber auch aus europäischen Ländern wie Polen, Tschechien, Italien und Deutschland – so kommen seit Beginn der Pandemie fast zwei Drittel aller Briefe aus Österreich.

Corona wirkt sich dabei nach wie vor auf die Wünsche der Kleinsten aus: Kinder wünschen sich ihre Großeltern zu sehen, dass „alle gesund bleiben“, sie „einfach wieder zur Schule gehen“ können oder sogar einen „Corona-Staubsauger“, damit das Virus einfach weggesaugt werden kann.