Priesterweihe vor 600 Gläubigen: Feier als Volksfest. Der gebürtige Bayer Benedikt Resch wurde im Stift Seitenstetten zum Priester geweiht. Zahlreiche Besucher machten Feier zu einem Volksfest.

Von Wolfgang Zarl. Erstellt am 15. Mai 2018 (04:44)
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Als Weihespender fungierte Rupert Graz zu Stolberg –Weihbischof der Erzdiözese München-Freising.
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600 Gläubige feierten mit Benedikt Resch dessen Priesterweihe im Stift Seitenstetten. Weihespender des gebürtigen Bayern war der Weihbischof der Erzdiözese München-Freising, Rupert Graf zu Stolberg.

Zahlreiche Freunde und Verwandte aus Bayern reisten an, am Gottesdienst nahmen auch zahlreiche Priester und Ordensleute, viele seiner Schüler sowie Altbischof Maximilian Aichern und natürlich der Seitenstettner Abt Petrus Pilsinger teil. Sie alle machten die Feier zu einem Volksfest.

Angehörige brachten auch ein paar Fässer Bier mit

Viele Angehörige von Pater Benedikt kamen in bayerischer Tracht, traditionsgemäß brachten sie auch ein paar Fässer Bier mit. Durch die Priesterweihe verändere sich laut Stolberg beim Kandidaten etwas: Der Geweihte werde dadurch anders, aber nicht besser und schlechte Eigenschaften würden nicht weggewaschen werden.

Der Münchner Weihbischof betonte, dass durch die Sakramente Jesus Christus unmittelbar wirke. Es bewirke also Christus Heil und nicht der Priester. Daher sollten sie auch nicht „abheben und überheblich“ werden.

Eine Parallele sah der Bischof im Hochfest Christi Himmelfahrt: Ab diesem Zeitpunkt konnten die Jünger Jesu nicht mehr nur „Schäfchen“-Nachfolger sein. Mit der Himmelfahrt mussten sie kirchliche Funktionen übernehmen, so sei es auch mit dem neugeweihten Priester. Angesichts weniger werdender Gläubiger und Kirchenkritik empfahl Weihbischof Stolberg, nicht zu lamentieren, sondern auf den Heiligen Geist zu vertrauen, der in die Zukunft führe.