Anton Bäck dokumentierte Marterl

Anton Bäck gestaltete ein Fotobuch, in dem er die Herrgottszeichen in Strengberg in Bild und Text dokumentiert. 77 Kapellen und Marterl werden darin beschrieben.

Marlene Ortner Erstellt am 18. September 2021 | 05:03
440_0008_8174546_hsv37stre_baeck_herrgottszeichen.jpg
Anton Bäck präsentiert sein Buch über die zahlreichen Herrgottszeichen in Strengberg.
Foto: Ortner

1986 startete Lehrerin Ulrike Alena in der Hauptschule Strengberg ein Schulprojekt mit dem Namen „Herrgottszeichen“. Anlass dazu gab die Landesregierung, die die Schulen darum bat, sich mit der Heimatregion genauer zu beschäftigen. Für das Projekt fotografierten die Schüler Kapellen und Marterl in Strengberg und recherchierten wichtige Informationen dazu.

Meistens konnten die älteren Bewohner von Strengberg Auskunft über die Hergottszeichen und deren Bedeutung geben. Die Schüler erstellten dazu auch eine Karte mit den Standorten der jeweiligen Kapellen und Marterl. Das Schulprojekt war damals im Fernsehen zu sehen und es entstand ein Buch mit einer Karte und Bildern sowie Informationen zu den Hergottszeichen. Einige Jahre später wurde das Buch von Ulrike Alena überarbeitet.

Anton Bäck nahm diese beiden Bücher nun als Grundlage für sein neues Fotobuch. Er fotografierte alle Marterl und Kapellen erneut, wodurch sie jetzt auch in Farbe zu sehen sind. Ebenso recherchierte er nochmals genau und befragte einige Personen, vor allem die Besitzer der Gedenkstellen. So konnte er einige Hergottszeichen hinzufügen und andere, nicht mehr vorhandene Kapellen oder Marterl wiederum herauslöschen.

Buch statt Youtube-Video

„Es sind Bilder über die Hergottszeichen, Informationen dazu sowie eine Karte mit der genauen Lage der jeweiligen Standorte enthalten“, sagt Anton Bäck dazu. Insgesamt sind es 77 Kapellen und Marterl, die Bäck in seinem Buch dokumentiert hat. Teilweise gehen die Datierungen bis ins 17. Jahrhundert zurück. Es gibt aber auch neuere Kapellen oder Gedenkstellen. „Die älteste Gedenkstelle wird auf 1665 zurückdatiert, die Pestsäulen sind zum Beispiel von 1680. Meistens haben die Menschen Marterl und Kapellen errichtet, um Verstorbenen zu gedenken oder um sich für die Genesung einer schweren Krankheit zu bedanken. Auch Geburten waren oft Anlass“, erklärt Anton Bäck.

Zuerst wollte er gar kein Buch darüber machen, sondern nur ein Video auf YouTube stellen. Doch bei seinen Nachforschungen und Gesprächen mit den Besitzern der Herrgottszeichen wurde der Wunsch der Leute nach einem Buch laut. Also beschloss Anton Bäck doch ein Fotobuch aus seinem zuvor entstandenen Video zu machen. Dieses kann direkt bei ihm oder über die Gemeinde Strengberg erworben werden.