Für eine Lehre ist es nie zu spät

Erstellt am 22. Januar 2022 | 05:28
Lesezeit: 2 Min
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Sebastian Haslinger will beruflich neu durchstarten und begann mit 40 Jahren eine Ausbildung zum Zimmermann.
Foto: privat
Sebastian Haslinger hat mit 40 Jahren die Ausbildung zum Zimmermann begonnen.
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„Mein Lebenslauf ist so facettenreich wie die menschliche Natur“, sagt Zimmererlehrling Sebastian Haslinger und lacht. Gelernt hat der 1980 geborene Mauthausner Einzelhandelskaufmann, doch seine Leidenschaft galt immer dem Handwerk. „Ich habe viel auf Baustellen gearbeitet, als Ofensetzer, Boden- und Fliesenleger, als Elektriker und Installateur“, erklärt er.

Doch die Arbeit als Leasingarbeiter ist vor allem in turbulenten Zeiten herausfordernd. Eine abgeschlossene Ausbildung zur Fachkraft sei da wesentlich zukunftsträchtiger, betont Haslinger. „Ich wollte meine berufliche Zukunft auf sichere Beine stellen. Da es schon immer mein Hobby war, mit Holz zu arbeiten, und ich Fachwerkhäusern geradezu verfallen bin, wusste ich, dass ich Zimmerer werden will – auch mit 40 plus“, erzählt der Oberösterreicher. Bei Holzbau Michlmayer in Strengberg erhielt er die Chance dazu. „Ich bin meinem Chef sehr dankbar. Und auch den Kollegen, die mir alles fachlich kompetent erklären“, sagt Haslinger, der viel durch seine Erfahrung wettmachen kann. Auch wenn sein Umfeld „überrascht“ reagiert hat, bereut er seine Entscheidung nicht. Schade sei nur, „dass Außenstehende von der vielfältigen Arbeit des Zimmermanns am Ende nicht viel sehen – außer die Dachform.“

Ich wollte meine berufliche Zukunft auf sichere Beine stellen.“ sebastian haslinger

Bevor es mit der Ausbildung weitergeht und Ende Jänner wieder die Berufsschule startet, durfte der spätberufene und ungewöhnliche Lehrling auch noch seinen Papamonat genießen.

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