Ringleitung für Wasserversorgung ist möglich. Erweiterung der Wasserversorgungsanlage soll nun in neuer Variante erfolgen. Dadurch können mehr Häuser als geplant an das Ortsnetz angeschlossen werden.

Von Manfred Fritscher. Erstellt am 17. April 2018 (03:24)
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Nur mehr ein Trümmerhaufen blieb nach dem Sturm von den 3,5 Tonnen schweren und rund 150.000 Euro teuren Hightech Solargerät übrig. Der Reparaturkosten sind durch die Versicherung gedeckt.

Finanziell und technisch schwierige Entscheidungen hatte der Gemeinderat in der zweiten Sitzung des Jahres am Donnerstag der Vorwoche zu treffen. Vor Beginn der tatsächlichen Sitzung erläuterte Geschäftsführer Wolfgang Voglauer vom Planungsbüro IKW in Amstetten das Projekt der Erweiterung der Wasserversorgungsanlage durch einen Brunnen in der Au in allen Details.

Versorgungssicherheit stand im Fokus

Die ursprünglich angedachte Variante einer Direktleitung von der Au nach Thürnbuch hat sich dabei als äußerst unvorteilhaft herausgestellt. Voglauer schlug dem Gemeinderat deshalb ein Projekt vor, bei dem die neue Versorgungsleitung direkt zum Hochbehälter geführt wird.

Durch überlegte Trassenführung wäre es dabei möglich, bei Bedarf einzelne Rotten, die derzeit ohne Anschluss sind, an die Wasserleitung anzubinden. Außerdem könnte damit eine Ringleitung geschaffen werden, die für den westlichen Teil des Netzes (Thürnbuch) auch bei technischen Gebrechen Versor-gungssicherheit schafft.

Die geschätzten Kosten für dieses Projekt belaufen sich derzeit auf 970.000 Euro (Brunnen 190.000 Euro; 5 km Leitung 780.000 Euro). Wie hoch dabei die Förderungen von Bund und Land ausfallen können, muss erst ausgelotet werden. Der Gemeinderat hat nach dieser ausführlichen Information einhellig beschlossen, das Projekt in dieser Form weiter zu verfolgen.

Kläranlagen-Pumpwerk wird explosionssicher

Die finanziellen Auswirkungen des Gemeinderatsbeschlusses vom 16. Februar des Vorjahres, die VEXAT-Konformität der Kläranlage betreffend, hatte der Gemeinderat im zweiten Tagesordnungspunkt zu beschließen. Es geht dabei um die Umrüstung der Pumpwerke auf Explosions-Sicherheit. Der Auftrag für die Pumpwerke Pulverturm, Süd und Federmühle wurde um 30.900 Euro (ohne MWSt.) ebenso wie die jährliche Wartung um 1.900 Euro an die Firma Landsteiner vergeben.

Der vom Sturm zertrümmerte Photovoltaik-Tracker soll durch die Aufständerung von neuen Elementen an der Südseite der Kläranlage ersetzt werden. Das günstigste Angebot legte dabei die EVN Amstetten mit 62 Modulen um 21.640 Euro plus 15.000 Euro für das Fundament. Diese Kosten sind durch die Versicherung gedeckt.

Zum heiklen Thema Datenschutz-Beauftragter hat der Ge-meinderat einstimmig beschlosen, die Hilfe des Gemeindeverbandes in Anspruch zu nehmen. Dafür sind im ersten Jahr maximal 1.200 Euro und in den Folgejahren etwa 600 Euro pro Jahr in Rechnung zu stellen.

Zum Abschluss dankte Gemeinderat Josef Haider (SP), einer der Strengberger „Donaumandl-Wegmåcha“, Bürgermeister Roland Dietl für seine spontane, persönliche Hilfe und Unterstützung. Als nämlich Not am Mann war, schwang sich der Ortschef auf seinen Traktor und holte aus St. Valentin die dringend benötigten (alten) Strommasten für die Sanierung des Altarmweges. Roland Dietl gab aber den anerkennenden Applaus zurück an die Donaumandl-Wegmåcha: „Ohne euren unermüdlichen Einsatz gäbe es den wunderschönen Altarmweg schon längst nicht mehr.“