Schreiben zu Waterbike-Strecke: Freie Bahn für Jetskis?. Wasserrechts-Sachverständiger äußerte keine Bedenken. Gemeinde hat zweiwöchige Frist für Stellungnahme.

Von Manfred Fritscher. Erstellt am 16. Januar 2018 (04:35)
Gerade in der Ruhe- und Erholungszone am rechten Donauufer soll die Jetski-Strecke errichtet werden.
NOEN, Fritscher

Über Weihnachten schien sich die Aufregung um die Genehmigung der Waterbike-Strecke auf der Donau in Strengberg (wir hatten berichtet) gelegt zu haben. „Nach zehn Jahren wollen die das doch gar nicht mehr!“, war die vorherrschende Meinung. Da holte die Bezirkshauptmannschaft Amstetten Bürger und ehemalige Aktivisten der IG-ESA mit einem Schreiben in die raue Realität zurück.

Am Mittwoch vor Weihnachten abgefertigt, langte das Schreiben nach knapp drei Wochen am vergangenen Montag auf dem Gemeindeamt in Strengberg und bei Marie-Caroline Ledebur-Wicheln vom Schloss Achleiten als Fischerei-Berechtigte ein. Es handelt sich dabei um die Verständigung über das Ergebnis der weiteren Beweisaufnahmen im wasserrechtlichen Verfahren, in denen keinerlei Bedenken gegen die Errichtung der Anlage vorgebracht werden.

„Von der Entwicklung völlig überrascht“

Binnen zwei Wochen kann eine Stellungnahme dazu eingebracht werden, dann wird ohne weitere Anhörung entschieden. Marie-Caroline Ledebur-Wicheln ist jedoch gerade auf dem Weg zu einem dreiwöchigen Aufenthalt in den Vereinigten Staaten. „Ich bin von der Entwicklung völlig überrascht und habe unseren Rechtsanwalt beauftragt, sich um die Sache zu kümmern“, erklärte die Schlossbesitzerin vor ihrer Abreise.

Transparenter als beim Einlangen des Erkenntnisses des Landesverwaltungsgerichtes im September reagierte die Gemeinde. Bürgermeister Roland Dietl informierte in der Sache umgehend alle Mitglieder des Gemeinderates und wandte sich an die NÖ Umweltanwaltschaft um fachliche Unterstützung. Ebenso hat er den Gemeindevorstand zur eingehenden Beratung dieser Problematik eingeladen.