Telefonzelle aus London als Mini-Bibliothek. Telefonzelle wurde beim Bildungszentrum aufgestellt und soll nun Jung und Alt zum kostenlosen Lesen animieren.

Von Manfred Fritscher. Erstellt am 06. September 2017 (05:20)
NOEN, Fritscher
Mit vereinten Kräften transportierten Johann Wimmer, Karl Hammermüller, Ernst Vösenhuber, Inge Srb-Schön, Leopold Riedler, Gemeinderat Franz Kinast, Bauhofmitarbeiter Franz Leitner und Bürgermeister Roland Dietl (von links) die historische Telefonzelle nach Strengberg und stellten sie im Eingangsbereich der Volksschule auf. Inzwischen ist die Mini-Bibliothek schon mit Büchern bestückt und kann rund um die Uhr von jedermann benutzt werden.

Inge Srb-Schön, die ideenreiche Leiterin des Lesekreises Strengberg, hat mithilfe generöser Sponsoren und fleißiger Helfer eine original Londoner Telefonzelle beim Bildungszentrum aufgestellt. Sie wird hier als Mini-Bibliothek fungieren und rund um die Uhr Jung und Alt zum Lesen animieren.

Ein 1,5 Tonnen schweres, historisches Schmuckstück

Das englische Original hatte schon vor Jahren den Weg nach Österreich – genau genommen nach St. Pantaleon – gefunden. Finanziell unterstützt von der Gemeinde sowie von Raiffeisenbank und Sparkasse konnte Inge Srb-Schön den Besitzer des guten Stücks zum Verkauf überreden. Schnell waren dann auch genügend starke Arme, Traktoren und Stapler gefunden, die das 1,5 Tonnen schwere, historische Schmuckstück fachgerecht nach Strengberg transportierten.

Hier wurde die Telefonzelle wettergeschützt im Eingangsbereich der Volksschule aufgestellt. Flugs hat man statt eines Telefonapparates Regale eingebaut und diese mit Büchern bestückt.

Die Bücher können kostenlos und rund um die Uhr ausgelie-hen werden. Die Hälfte der Bücher ist Erwachsenenliteratur aller Genres, der Rest Kinderliteratur. Die Bücher können, aber müssen nicht zurückgebracht werden. Um für literarische Abwechslung sorgen zu können, bittet der Lesekreis um Buch-spenden, die in der NMS Strengberg abgegeben oder in der Telefonzelle selbst deponiert werden können.

„Herzlich bedanken möchte ich mich auch beim Buchgeschäft Hajek in St. Valentin, das einen Teil der Erstbestückung übernommen hat“, sagt Inge Srb-Schön, die von der Unterstützung des Projektes begeistert ist.