Erstmals Regie: Schauspieler Dreiling tauscht Rollen. Am 3. Februar feiert Martin Dreiling mit der französischen Komödie „Tee Zitrone oder ohne?“ in Haag Premiere als Regisseur.

Von Leopold Kogler. Erstellt am 24. Januar 2018 (04:30)
Schauspieler Martin Dreiling gibt seine Premiere als Regisseur auf der Bühne des Haager Kellertheaters.  Foto: privat
privat

NÖN: Worin liegt die Faszination im Theaterkeller Haag zu inszenieren?

Martin Dreiling: Ich habe hier schon bei einigen Stücken als Darsteller mit dabei sein dürfen und kenne so die gewachsenen Strukturen. Schon als Schauspieler habe ich gerne meine Ideen eingebracht und dabei den Regisseur vor schwierige Aufgaben gestellt. Aber wir haben das immer souverän gemeistert. Nun wurden die Rollen getauscht. Ich darf das erste Mal Regie führen und trage dafür die Gesamtverantwortung. Die Dramaturgie, die Kostüme, der Handlungsstrang und noch vieles mehr liegen nun in meinen Händen. Es ist eine herausfordernde, aber hoch spannende Sache, die viel Spaß macht. Und natürlich, es gibt hier ein ganz tolles Team.

Eine fein abgestimmte Mischung

Bislang wurden ja englische Komödien gespielt. Jetzt haben Sie mit „Tee Zitrone oder ohne? eine französische Boulevardkomödie gewählt. Warum?

„Tee, Zitrone oder ohne? ist eine Boulevard-Komödie in Echtzeit. Alles passiert hier in zweieinhalb Stunden und es ist ein Stück, in welchem die Schauspieler bei einer Probe mit Volldampf agieren und das Publikum darf dabei sein. Man erlebt eine turbulente Handlung und man ist gleichzeitig live dabei. Es erstreckt sich nicht über Tage, Wochen oder Monate, es passiert punktgenau im Jetzt. Und wichtig ist mir dabei etwas Verspieltes, etwas ohne großer Botschaft, auf die Bühne zu bringen. Unterhaltung pur kann man sagen.

Hatten Sie dafür die Besetzung sofort im Kopf?

Ja, eigentlich schon. Es gibt hier einige wunderbare Schauspieler, die seit vielen Jahren dem Theaterkeller mit Leidenschaft verbunden sind wie Bernhard Oppl, Irmi Gruber oder Michael Zintl-Reburg. Und dann gibt es ein paar Neuzugänge, die hier ihr Debüt feiern. Eine fein abgestimmte Mischung. Bei den Proben merkt man die Harmonie. Alle sind mit Feuereifer bei der Sache und brennen auf die Premiere.

Was soll diese Inszenierung vermitteln?

Das Stück soll viel Spaß und Freude bereiten. Es soll keine Angstparolen verbreiten. Die wichtigste Botschaft ist die Unterhaltung. Das Publikum soll nach Herzenslust lachen. Wenn mir das gelungen ist, dann freue ich mich mit den Darstellern. Lachen, den Alltag vergessen, einfach einmal in Ruhe ausspannen.