Schauspiel auf der Dorfbühne in Wolfsbach

Erstellt am 24. September 2022 | 12:20
Lesezeit: 3 Min
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Das erfolgreiche Theaterensemble nach der tollen Premiere: Regisseurin Christine Greimel, Silvia Rohrhofer, Bianca Großbichler, Elisabeth Schäffer und Werner Greimel, dahinter Bianca Illich (Maske), Manfred Wagner, Bettina Rohrhofer, Florian Kubicsek, Verena Haselmayr, Johannes Wurstbauer, Franz Wagner sowie Sigrid Wieser (von links).
Foto: Penz
Die Theatergruppe Wolfsbach feierte einen großen Premierenerfolg mit dem Lustspiel „Meine Frau bin ich“.
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Endlich war es nach zweijähriger Corona-Pause wieder so weit: Die Theaterbühne Wolfsbach durfte wieder bespielt werden, wenn auch zu ungewohnter Zeit im Herbst. Am Programm stand bei der Premiere am Freitag im Gasthaus Karan die Komödie „Meine Frau bin ich“ von Andrea Döring.

Beim Bauern Georg Lämmerer und seiner Frau Bärbel gibt es dauernd Stress, selbst Magd Vroni und Knecht Korbinian sind genervt von der ewigen Streiterei. Sie sind sich daher einig: Es muss etwas geschehen! Eines Abends betet Veronika ganz fest zum Herrgott, dass die Streitereien doch endlich aufhören mögen. Mit fürchterlichem Donnern kommt es tatsächlich zu einer göttlichen Fügung: Die Ehepartner sind ab sofort „vertauscht“: In Georg steckt nun Bärbel und umgekehrt. Damit beginnt für das streitbare Ehepaar, das zuvor so wenig Verständnis für das jeweils andere Geschlecht hatte, eine „heilsame Kur“. So manche Alltagssituation wird nun zum Spießrutenlauf, wenn sich zum Beispiel Bauer Georg – nunmehr als Frau – zum Stammtisch begibt und dort, und auch bei der Heimkehr, alkoholbedingt seine wahren Wunder erlebt.

Viel Situationskomik und Wortwitz

„Wir konnten wieder einen großartigen und überaus unterhaltsamen Theaterabend erleben“, zeigt sich Bürgermeister Josef Unterberger begeistert, der fast geschlossen mit seinem Gemeinderat der Premiere beiwohnte. Als ideenreiche und kreative Regisseurin fungierte erneut Christine Greimel, die es ausgezeichnet verstand, auch die persönlichen Charakterzüge der Laiendarsteller mit dem adäquaten Rollenverständnis zu verbinden. Werner Greimel und Elisabeth Schäffer jedenfalls schafften es einmal mehr, mit überzeugender Darstellungsweise in die Rollen des stets gereizten Landwirteehepaares zu schlüpfen und glänzten mit viel Situationskomik und Wortwitz. Theaterbühne hilft einem Kind aus Kematen/Ybbs

Auch die übrige Besetzungsliste weist bekannte Namen von bewährten Mitspielern auf, ob das Manfred Wagner als Korbinian oder Bettina Rohrhofer als Magd Vroni sind. Silvia Rohrhofer weiß als Georgs aufdringliche Schwiegermutter Margarete Zahn perfekt in das bekannte Rollenklischee zu schlüpfen, das verführerische Mannequin Inga in Person von Bianca Großbichler versteht es bestens, nicht nur den Bauern zu „verzücken“. Als Nachbarinnen mit ganz unterschiedlichen Charakteren stehen Verena Haselmayr und Sigrid Wieser auf der Bühne. Neben Franz Wagner ist Theater-Debütant Florian Kubicsek als Nachbar zu erleben, auch Johannes Wurstbauer ist erstmals dabei und agiert als umsichtiger Kulturbeauftragter.

Die gesamte Schauspieltruppe vermag den Besuchern jedenfalls einen überaus vergnüglichen Theaterabend in drei Akten zu bescheren. Mit einem Teil der Eintrittsgelder sowie weiteren Spenden von Besuchern wird der notwendige behindertengerechte Zubau für ein schwerst beeinträchtigtes Kind aus Kematen/Ybbs mitfinanziert.

Weitere Aufführungstermine sind der 22., 23. und 24. September um 19.30 Uhr. Kartenreservierung ist telefonisch unter 0680/402 68 62 möglich.

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