Haag setzt erneut auf Shakespeare-Komödie. Intendant Christian Dolezal bringt 2019 „Maß für Maß“ auf den Haager Hauptplatz. Alexander Pschill führt wieder Regie.

Von Ingrid Vogl. Erstellt am 27. November 2018 (05:32)
Bruno Klomfar

Über 12.000 Besucher lockte die Shakespeare-Komödie „Was ihr wollt“ heuer zum Haager Theatersommer. Kein Wunder also, dass der künstlerische Leiter Christian Dolezal für 2019 dem gleichen Autor treu bleibt. Und auch Regisseur Alexander Pschill holte er für nächstes Jahr wieder mit ins Boot.

„Ich wollte das Konzept, klassische Stoffe frisch aufzubereiten und den heutigen Seh- und Hörgewohnheiten anzupassen, weiterverfolgen. Da musste ich Alexander Pschill nicht lange überreden“, erklärt Dolezal.

Autor und Regie-Team bleiben unverändert

Einige Stücke wurden diskutiert, man einigte sich aber relativ schnell auf „Maß für Maß“. Dieses Shakespeare-Stück ist in seiner Situationskomik mit seinen vielen Narren, Trunkenbolden und Gaunern nicht nur ausgesprochen humorvoll, mit seinen verworrenen Liebesgeschichten nicht nur äußerst romantisch, es ist – anders als die meisten Komödien des Meisters – spannend wie ein Politthriller und aufregend wie ein Gangsterfilm von Quentin Tarantino, verraten Pschill und Dolezal.

Florian Carove, Charlotte Krenz, Angelika Niedetzky und Christian Dolezal (von oben) werden nächstes Jahr in Haag zu sehen sein. 
Pertramer

„Es ist auch eine Art Western. Es wird einen neuen Sheriff in der Stadt geben und das wirst du sein“, lässt Pschill den Intendanten Dolezal wissen, der wie auch heuer wieder selbst auf der Bühne stehen wird.

Und er wird dies mit einigen Kollegen tun, die auch dieses Jahr schon zum Haager Ensemble gehörten. „Da ja in Haag das Ensemble der Star ist und „Maß für Maß“ ein typisches Ensemble-Stück ist, haben wir versucht, möglichst viele Schauspieler vom letzten Jahr zu gewinnen“, berichtet Dolezal. Mit Florian Carove und Charlotte Krenz ist dies gelungen. Neu im Team für 2019 ist hingegen Angelika Niedetzky. „Das verspricht auch sehr lustig zu werden“, ist Dolezal froh über ihr Engagement.

Wie das Bühnenbild aussehen wird und wer im Rahmenprogramm auftreten wird, lesen Sie in der aktuellen Ausgabe Ihrer NÖN.