Absichtliche Brandstiftung in der Pfarrkirche St. Peter. Tuch am Altar wurde offenbar absichtlich angezündet. Vorderer Bereich des Gotteshauses wird gesperrt. Pfarre überlegt nun eine Videoüberwachung.

Von Hermann Knapp. Erstellt am 25. November 2020 (03:39)
Das brennende Tuch fiel vom Altar. Die Teppiche am Boden der Kirche hielten der Hitzeentwicklung zum Glück stand.
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Nur durch Glück oder wie Diakon Wolfgang Tüchler sagt, „durch das Wirken des Heiligen Florian“, ist die Pfarrkiche St. Peter am Freitag an einem verheerenden Brand vorbeigeschrammt. Dass das Feuer gelegt worden ist, daran gibt es keinen Zweifel. Denn von selbst hätte das Tuch mit den Namen der Erstkommunikanten, das am Altar angebracht war, nicht in Flammen aufgehen können. „Da muss schon jemand gezündelt haben. Gottseidank ist das Tuch dann aber zu Boden gefallen und dort verbrannt. Die alten Teppiche, die dort liegen, sind nicht so leicht zu entzünden“, berichtet der Diakon. Freitagfrüh war die Kirche ganz normal aufgesperrt worden. Am Vormittag meldete ein Besucher dann Rauch und Gestank.

Der Altarraum wurde jetzt mit Kordeln abgesperrt, die Pfarre überlegt in Abstimmung mit der Diözese, zur Überwachung Videokameras in der Kirche zu installieren. „Denn es gab öfters auch kleine Diebstähle – nichts sehr Wertvolles, wie kleine Kerzen. Dass eine verwirrte Seele nun Feuer gelegt hat, macht uns nun aber schon große Sorgen“, sagt Tüchler. Der Brand wurde bei der Polizei angezeigt.