„Tut mir im Herzen weh“. Sicherheitsmaßnahmen / In St. Valentin müssen einige Bäume gefällt oder umgesetzt werden, da sie die Gasleitungen der EVN gefährden. Bis 2015 werden die Maßnahmen durchgeführt.

Von Daniela Führer. Erstellt am 04. März 2014 (23:59)
NOEN
Von Daniela Schlemmer

ST. VALENTIN / „Ich möchte nicht, dass Bäume gefällt werden, das tut mir auch im Herzen weh“, sagt Bürgermeisterin Kerstin Suchan-Mayr in Bezug auf die Sicherheitsmaßnahmen, die bis 2015 in St. Valentin umgesetzt werden müssen. Doch bei allem Willen, die Bäume zu retten, kommt man in der Stadtgemeinde nicht darum herum. „Wir sind gesetzlich dazu verpflichtet, alle Bäume, deren Wurzeln die Gasleitungen gefährden, zu entfernen“, erklärt Stefan Zach, Pressesprecher der EVN, die in Zusammenarbeit mit der Stadtgemeinde einen mehrstufigen Plan darüber erstellt hat, welche Maßnahmen wo umgesetzt werden müssen.

Gasnetz mit 20 Kilometern Umfang

„In St. Valentin haben wir ein großes regionales Gasnetz mit einem Umfang von 20 Kilometern“, erklärt der EVN-Pressesprecher. „Dieses wurde in den letzten zwei Jahren sicherheitstechnisch überprüft. Unsere Techniker haben erfasst, wo Bäume beziehungsweise deren Wurzeln Gasleitungen beschädigen könnten.“ Ein Schutzstreifen von je einem Meter auf beiden Seiten der Leitungen sei laut Zach unbedingt notwendig.Bis 2015 werden alle Maßnahmen umgesetzt, bestätigt auch Bauhofleiter Eduard Etzelstorfer. Einige Bäume wurden auch schon entfernt. Derzeit versuche man aber auch noch, den einen oder anderen Baum zu retten, „jene, die nur ganz knapp an die Leitungen heranreichen“, sagt er. Die übrigen Bäume werden entweder ausgegraben und versetzt oder gefällt und es wird an anderer Stelle Ersatz gepflanzt. Etzelstorfer bedauert die Maßnahmen: „Wir haben sogar ein Gegengutachten erstellen lassen, um wirklich sicher zu sein, dass diese Maßnahmen notwendig sind.“ Dieses Gegengutachten bestätigte jedoch die Notwendigkeit.

Anstoß gab ein Unfall 2004 in Krems 

Welche Bäume in welchen Straßen in Zukunft noch beseitigt werden müssen, wollte EVN-Pressesprecher nicht sagen. Grund: Datenschutz der Kunden. Laut Bürgermeisterin Kerstin Suchan-Mayr werde es noch mehrere Straßenabschnitte treffen. „In der Mozartstraße wurden beispielsweise schon einige Bäume in Absprache mit den Anrainern gefällt“, sagt sie.

Den Anstoß zu diesen Sicherheitsmaßnahmen gab ein Unfall im Jahr 2004 im Raum Krems. Durch Baumwurzeln wurde eine Gasleitung schwer beschädigt. „Seither werden schrittweise überall an Gasleitungen Bäume gefällt und Wurzelstöcke entfernt, um einen sicheren Zustand für die Leitungen und die angrenzenden Objekte gewährleisten zu können“, sagt Zach.