Kampf gegen Stufen am Aschbacher Bahnhof

Gemeinde führt weiter Gespräche mit ÖBB und drängt darauf, dass der Bahnhof barrierefrei gemacht wird.

Erstellt am 24. Januar 2021 | 04:13
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Für Rollstuhlfahrer aber auch für Familien mit Kinderwagen ist der Bahnsteig in Aschbach praktisch unerreichbar.
Foto: Knapp

In der Vorwoche gab es erneut Gespräche zwischen der Gemeinde und Vertretern der ÖBB-Infrastruktur. Aschbach drängt ja auf einen barrierefreien Zugang zum Bahnhof.

Derzeit muss man 55 Stufen überwinden, um den Bahnsteig zu erreichen – für Rollstuhlfahrer natürlich ein Ding der Unmöglichkeit. Wir hatten berichtet:

„Die ÖBB haben klar zum Ausdruck gebracht, dass sicher nicht schnell ein Projekt gestartet wird. Immerhin werden wir aber in den nächsten drei oder vier Monaten zumindest eine verbindliche Aussage bekommen, wie es weitergeht“, sagt Bürgermeister Martin Schlöglhofer.

Für den Ortchef ist es ein Muss, den Bahnhof barrierefrei zu machen. „Das sollte eigentlich eine Selbstverständlichkeit für alle Bahnhöfe in Österreich sein. Jedes öffentliche Gebäude, jede Veranstaltungshalle muss diese Bedingung ja auch erfüllen.“

Schlöglhofer ist bewusst, dass Aschbach nicht zu den Bahnhöfen mit einer sehr hohen Kundenfrequenz gehört, er verweist aber auf die vier Einrichtungen der Lebenshilfe in Aschbach.

„Da gibt es natürlich viele Personen, die den Bahnhof derzeit nicht nutzen können. Wir haben in der Gemeinde auch eine sehr junge Bevölkerung, also Familien mit Kleinkindern. Mit einem Kinderwagen ist der Bahnsteig auch nur ganz schwierig zu erreichen“, sagt der Ortschef. Und er verweist auch noch darauf, dass es in der Berglandmilch Arbeitsplätze für Mitarbeiter mit körperlichen Beeinträchtigungen gibt.

Auch für diese sei der Zugang zum Bahnhof derzeit ein unüberwindbares Hindernis. „All das haben wir den ÖBB-Vertretern auch im Gespräch aufgelistet und wir hoffen auf eine positive Entscheidung. Wir sind auch bereit unseren Teil dabei zu leisten. Aber es kann grundsätzlich nicht an der Gemeinde hängen, ob der Bahnhof barrierefrei ist.“