Radfahren in St. Valentin beliebt, aber ausbaufähig

Zwei unabhängige Gruppen arbeiten nun daran, Radfahren in St. Valentin sicherer und bequemer zu machen.

Ingrid Vogl
Ingrid Vogl Erstellt am 13. März 2021 | 04:00
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Der Arbeitskreis Radfahren (von links) mit Bürgermeisterin Kerstin Suchan-Mayr, Stadtrat Franz Knöbl, Gemeinderat Bernd Steiner, Gemeinderätin Christa Birmili, Michael David (Bauamt), Wolfgang Voglauer (Firma IKW) und Lothar Hasenleithner (Fahrradlobby Enns-Donauwinkel) erkundete bei einer Rundfahrt durch die Stadt die in der Umfrage angegebenen Mängelpunkte.
Foto: privat, privat

Schnell zum Bäcker, zum Bahnhof, zu Freunden oder zum Training: Kurze Wege gehen mit dem Rad besonders schnell und klimafreundlich. Zudem bietet Radfahren Fahrspaß und Bewegung statt mühsamer Parkplatzsuche. Alles Gründe, warum Radfahren wieder beliebter wird.

Dass Radfahren auch in St. Valentin im Trend liegt, zeigen die rund hundert Rückmeldungen der Fahrradumfrage. „Die eingelangten Anregungen basieren auf den unterschiedlichsten Bedürfnissen, aber die Wünsche sind die selben: Radfahren in St. Valentin soll sicherer, bequemer und schneller werden“, sagt Grün-Stadtrat Franz Knöbl, der Initiator der Aktion.

Die Umfrage wurde im Dezember des Vorjahres gestartet. Die eingelangten Anregungen wurden bis Ende Jänner von Michael David und Straßenbauplaner Wolfgang Voglauer am Stadtamt ausgewertet und klassifiziert. „Diese Einteilung war notwendig, weil sich zwei unabhängige Arbeitsgruppen mit den erhobenen Mängeln und Wünschen beschäftigen werden“, erklärt Knöbl. Die Arbeitsgruppe Radbasisnetz St. Valentin widmet sich der Schaffung von überregionalen Radwegen zur Verbindung mit umliegenden Gemeinden, der Arbeitskreis Radfahren legt hingegen seinen Fokus auf die bestehenden Hindernisse und Schwächen in der Stadtgemeinde St. Valentin.

Zwei Gruppen arbeiten an möglichen Lösungen

Im nächsten Schritt arbeiten die beiden Gruppen nun an Lösungen der derzeitigen Schwachpunkte, etwa an Anbindungen der Ortsteile Rems, Langenhart und Herzograd. Diese neuen Fahrradwege sollen schnelle, sicherere und einfachere Anbindungen für die Bürger schaffen. Zwölf konkrete Maßnahmen hätten sich laut Knöbl herauskristallisiert. Einige davon lassen sich relativ kurzfristig etwa mit Markierungen umsetzen, für andere brauche man hingegen doch ein etwas größeres Budget, betont Franz Knöbl.

„Wir wollen in unserer Stadtgemeinde die Anzahl der Radfahrten steigern. Alltagswege, die kürzer als fünf Kilometer sind, sollen einfach und sicher mit dem Rad zurückgelegt werden können“, schildert Knöbl das angepeilte Ziel. Der Radverkehr könne so verstärkt zu einer Alternative zum individuellen Autoverkehr werden, der einen sehr hohen Flächenverbrauch, Abgase und auch bedeutend mehr Lärm verursacht.

„Die gewünschte Steigerung der Radfahrten ermöglicht uns, Räume und Flächen in unserer Stadt neu zu ordnen, zu verteilen und dem Radfahren und seinen positiven Seiten mehr Gewicht zu geben: der Gesundheit, der Umwelt und dem Klima und letztendlich der Lebensqualität in unserer Stadt“, betont der Stadtrat.