Haag: Gestohlenes geistiges Eigentum bei Ausschreibung. Latschenberger kritisiert Ausschreibung des Biomasse-Heizwerks.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 28. Juli 2021 (05:48)
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Fernwärme-Geschäftsführer Paul Latschenberger hat mit der neuesten Entwicklung keine Freude.
privat, privat

Eigentlich war geplant, dass die Fernwärme Haag GmbH mit Geschäftsführer Paul Latschenberger das Biomasse-Heizwerk in Haag errichten wird. Nach den neuesten Entwicklungen (siehe Artikel links) sieht er nun seine Felle davonschwimmen. „Wir sind ein kleines regionales Unternehmen und haben sicher keine Chance gegen Unternehmen wie die EVN“, hat er mit der nun geplanten Ausschreibung keine Freude.

„Das mit der Ausschreibung ist richtig fies. Wir haben viel Zeit und Geld hineingesteckt und ein Konzept ausgearbeitet. Und jetzt geht man mit gestohlenem geistigen Eigentum von uns in diese Ausschreibung. Nichts leichter als das“, ist Latschenberger sauer.

Dass der Einsatz von Wärmepumpen bei den gemeindeeigenen Gebäuden, die wie das Bezirksgericht auch noch unter Denkmalschutz stehen, nicht möglich sei und Fernwärme die beste Alternative zu Öl und Gas sei, hätten bereits seine Unterlagen gezeigt, sagt Latschenberger.

„Es wurde vor allem seitens der „Liste für Haag“ versucht, unsere Daten schlecht zu machen und unser Image anzukratzen. Das Gutachten hat nun bestätigt, dass wir immer die Wahrheit gesagt haben und unser Projekt sauber ausgearbeitet war“, sieht er seine bisherige Arbeit bestätigt. Klein beigeben will Paul Latschenberger jedenfalls nicht. „Wir halten schon an dem Projekt fest“, stellt er klar.