Cleen Energy zog Auftrag in Deutschland an Land

Erstellt am 10. August 2022 | 05:05
Lesezeit: 3 Min
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CEO Lukas Scherzenlehner freut sich über den neuen Auftrag.
Foto: Cleen Energy
Der Energiewende-Pionier aus Haag setzte sich als Errichtungspartner von PV-Kraftwerken auf stillgelegten Deponien gegen namhafte PV-Bauunternehmen durch.
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Die Cleen Energy AG mit Sitz in Haag konnte sich den Auftrag zum Bau von Photovoltaik-Kraftwerken auf stillgelegten Deponien in Deutschland mit einer Gesamtkapazität von rund 12 Megawatt sichern. Insgesamt werden drei „Sonnendeponien“ im Landkreis Zwickau im Bundesland Sachsen errichtet. Die Baugenehmigung auf der ersten Deponie mit rund 2,7 Megawatt Leistung liegt bereits vor, der Spatenstich ist im Spätsommer geplant.

Entwickelt wurden die Projekte vom erfahrenen Sonnendeponiespezialisten Energisto und seinem Kooperationspartner re.venture. Die Sonnenkraftwerke bilden den Startschuss einer umfassenderen Zusammenarbeit der Unternehmen, bei der Cleen Energy auch künftig als Errichtungspartner von Sonnendeponien fungieren wird. Das Auftragsvolumen der ersten Bauphase beträgt rund sechs Millionen Euro und wird im weiteren Verlauf steigen.

„Dass wir uns als Errichtungspartner der Sonnendeponien gegen einige Mitbewerber durchsetzen konnten, unterstreicht unsere Kompetenz und Umsetzungsstärke beim Bau von Photovoltaik-Kraftwerken. Energisto hat einen langfristig verlässlichen Partner mit Know-how im Projektbereich gesucht und mit uns gefunden“, freut sich Lukas Scherzenlehner, CEO der Cleen Energy AG, über den Auftrag. Für das Haager Unternehmen sprach auch das Team mit internationaler Erfahrung und Kontakten, wodurch etwa notwendige Modulsonderanfertigungen realisiert werden konnten.

Mit Sonnendeponien die Energiewende vorantreiben

Sonnendeponien, also Photovoltaik-Kraftwerke, die auf stillgelegten Deponien errichtet werden, gelten als sehr attraktive Variante der PV-Freiflächen- Anlagen, die auch von der Bevölkerung in hohem Maße akzeptiert werden. Dieses Nachnutzungskonzept der Deponien bringe nämlich eine Vielzahl an Vorteilen: Durch die minimale und naturschonende Flächenversiegelung profitieren Flora und Fauna, der Insektenreichtum werde gefördert. Die Diskussion einer möglichen Beeinträchtigung des Landschaftsbildes durch Photovoltaikanlagen auf Freiflächen spielt bei Deponien auch keine Rolle.

Um die ansonsten ungenutzten Flächenressourcen von stillgelegten Deponien nutzen zu können, sind natürlich Genehmigungen durch die Behörde erforderlich. Hier gibt es für Scherzenlehner in Österreich noch Nachholbedarf. „Im Gegensatz zu Deutschland müssen wir aktuell leider feststellen, dass sich solche Verfahren, ohne nachvollziehbaren Grund, sehr lange hinziehen. Wenn wir die Energiewende ernsthaft vorantreiben wollen, dann müssen diese Prozesse stark beschleunigt werden“, betont er.

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