Gleichenfeier für Leuchtturmprojekt in St. Valentin

Die Stadtgemeinde St. Valentin investiert 13 Millionen Euro in den Bau eines neuen Veranstaltungszentrums samt Musikschule. Die Eröffnung ist für Anfang 2023 geplant.

Aktualisiert am 07. September 2021 | 13:46

Ein Veranstaltungssaal mit rund 650 Sitzplätzen, einer Bühne und einem großzügigen Foyer im Erdgeschoß. Die Musikschule mit Proberäumen, Ensembleräumen und einem kleinen Festsaal im Obergeschoß. So lauten die Eckdaten des 13 Millionen Euro teuren Projekts Veranstaltungszentrum. Eine Spatenstichfeier war im Frühjahr Corona-bedingt noch nicht möglich, aber einer Gleichenfeier, bei der auch Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner begrüßt werden konnte, stand am vergangenen Freitag dann nichts mehr im Wege.

„Ein Traum geht für mich in Erfüllung“, betonte Kulturstadtrat Leopold Feilecker in seinen Begrüßungsworten. Er erinnerte daran, dass bereits im Jahr 2011 erste Gedanken für ein neues Veranstaltungszentrum gereift seien, da das alte Kulturhaus nicht mehr ausreichend gewesen sei und auch die Musikschule aus allen Nähten platzte. Wie das Millionenprojekt in der Langenharter Straße aussehen soll, wurde im Jahr 2016 in einem EU-weiten Architekturwettbewerb ermittelt. Seither wurde an zahlreichen Details gefeilt, um die perfekte Funktionalität zu gewährleisten.

„Es ist ein besonderer Moment, hier zu stehen“

„Es ist ein besonderer Moment, heute hier im Rohbau des Gebäudes zu stehen, über das wir so lange diskutiert, verhandelt und geplant haben. Das neue Veranstaltungszentrum ist eines der größten Hochbauprojekte, das die Stadt St. Valentin je gesehen hat. Es soll ein Leuchtturmprojekt in der Region werden und ein Haus für alle. Das Herz unserer Stadt“, erklärte Bürgermeisterin Kerstin Suchan-Mayr in ihrer Rede. Der Standort im Zentrum der Stadt sei eine wesentliche Entscheidung gewesen. „Wir wollten nicht, dass eine grüne Wiese versiegelt wird. Deshalb haben wir bewusst ein Grundstück gewählt, das schon einmal verbaut war“, schilderte die Stadtchefin. Dass die Stadt ein Projekt dieser Größenordnung nicht allein stemmen könne, auch wenn man die Schulden in den vergangenen Jahren sukzessive abgebaut habe, ließ Suchan-Mayr auch nicht unerwähnt. „Daher gilt mein großer Dank dem Land Niederösterreich und der Landeshauptfrau für die Unterstützung, denn eine Darlehensaufnahme und finanzielle Unterstützung sind bei so einem großen Projekt unumgänglich“, unterstrich die Bürgermeisterin.

„Ein Freudentag für St. Valentin und den Bezirk“

Wenn er an St. Valentin denke, dann falle ihm das Sprichwort „Gut Ding braucht Weile“ ein, berichtete Markus Mitterschiffthaler, Prokurist der Baufirma Swietelsky, die Generalunternehmer ist und bereits vor 26 Monaten zum ersten Mal mit dem Projekt zu tun hatte. „In nur sechs Monaten steht das Gebäude nun in seiner endgültigen Form vor uns und wir können den Gleichenbaum pflanzen. Ich bin stolz auf die gesamte Baustellenmannschaft. Es ist alles im Zeitplan“, sagte er und gratulierte der Gemeinde für „ein mutiges und zukunftsträchtiges Projekt“.

Als „unglaubliches Eldorado fürs Zusammenkommen“ bezeichnete Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner in ihrer Festrede das Veranstaltungszentrum samt Musikschule. „Der heutige Tag ist ein Freudentag für St. Valentin, den ganzen Bezirk, aber auch das Land Niederösterreich. Denn es geht Richtung Fertigstellung, auch wenn noch viele intensive und harte Monate bevorstehen. Aber heute ist der Zeitpunkt, um sich darüber zu freuen, was bisher geschaffen wurde.“ Es entstehe mitten im Zentrum von St. Valentin ein „modernes, funktionales Haus. Ein Veranstaltungszentrum, das sich sehen lassen kann“, ergänzte Mikl-Leitner. Eröffnet werden soll das Veranstaltungszentrum Anfang 2023, die Musikschule wird voraussichtlich bis zum Herbst 2023 übersiedelt sein.