Ramingdorfstraße: Beschränkung gefordert. Anrainer sind durch den Schwerverkehr und Lärm der Verbindungsstraße belästigt. Die Gemeinde bittet nun das Land NÖ um Unterstützung in der Causa.

Von Sabine Hummer. Erstellt am 04. Mai 2017 (05:57)
Sabine Hummer
Beschränkung gefordert: Zwei Lastfahrzeuge kommen auf der Ramingdorfstraße in Behamberg kaum aneinander vorbei. Ausweichmöglichkeiten gibt es keine.

Die Anrainer der Ramingdorfstraße, einer Verbindungsstraße von der B42 nach Haidershofen und Steyr, müssen sich täglich mit Schwerverkehr und Lärm herumplagen. Denn die untergeordnete Landesstraße wird von vielen Lkw und Sattelzügen als Abschneider zu den Großbetrieben im Steyrer Industriegebiet benützt.

„Zwei Lkw kommen kaum aneinander vorbei“

„Die Straße wurde in den 1950er-Jahren errichtet und hat sich seitdem nicht sehr verändert. Für den Schwerlastverkehr ist die enge Fahrbahn gar nicht ausgelegt, weil sie direkt an Wohnhäuser grenzt. Zwei Lkw kommen kaum aneinander vorbei und es gibt keine Ausweichmöglichkeit für Passanten. Vor allem im Winter kommt es durch den steilen Anstieg immer wieder zu Behinderungen, weil die Lastwagen oft hängenbleiben. Auch für die Einsatzfahrzeuge gibt es da kaum ein Durchkommen“, beschreibt Vizebürgermeister Manfred Zeitlhofer, Straßenreferent der Gemeinde Behamberg, den Status Quo. Unübersichtliche Hausausfahrten und dadurch resultierende Kreuzungen seien ein weiterer Gefahrenpunkt.

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Vizebürgermeister Manfred Zeitlhofer und Bürgermeister Karl Josef Stegh haben sich in einem Schreiben an das Land NÖ gerichtet. Sie fordern eine Tonnage-Beschränkung für die enge Landesstraße. Foto: Hummer

Bei den Bürgergesprächen, die die ÖVP 2014 mit den Anrainern geführt hatte, war die zunehmende Verkehrsbelastung großes Thema. Die Gemeinde wurde daraufhin aktiv. „Wir haben relativ viel im Bereich Verkehrssicherheit gemacht und wollen nun auch die Situation auf der Ramingdorfstraße endlich bereinigen. Deshalb fordern wir eine Tonnage-Beschränkung für Fahrzeuge über 7,5 Tonnen“, erklärt Bürgermeister Karl Josef Stegh.

Bereits bei zwei Verkehrsverhandlungen sei diese Forderung auf der Bezirkshauptmannschaft eingebracht worden. „Am 1. Dezember 2016 war die letzte Verhandlung, bei der uns mitgeteilt wurde, dass die Bezirkshauptmannschaft darüber nicht verfügen kann, weil es Sache des Landes sei“, informiert Stegh. „Es hieß, das Land werde Messungen durchführen lassen. Bis dato haben wir aber noch keine Rückmeldung.“

Für Schwerlastverkehr nicht ausgelegt

Gemeinsam mit Zeitlhofer will er nun alle Argumente noch einmal schriftlich beim Land und bei Landesvertretern im Bezirk deponieren. „Wir wünschen uns eine Lösung, die für alle Seiten passt. Wir wollen ja nicht die Wirtschaft abschneiden, es gibt aber eine Alternative, die auch für die Lkw selbst besser wäre“, betont Stegh. Die B122 über den Wachtberg sowie die B122a, die ins Betriebsgebiet führt, sei bestens ausgebaut und auch wintersicher.

Die Gemeinde hat weiters alle Entfernungen verglichen. „Die Lkw sparen über die Ramingdorfstraße weder Zeit noch Distanz. Zu BMW ist die Route über den Wachtberg nur 700 Meter länger, zur Firma SLR sind es 100 Meter und zur Firma SKF wäre es sogar eine Verkürzung der Strecke“, informiert Stegh, der auch an die Firmen herantreten will, ob sie freiwillig auf den Abschneider Ramingdorfstraße verzichten wollen. „Wir hoffen, dass wir Unterstützung vom Land erhalten“, sagen Stegh und Zeitlhofer.