Neuer Kulturverein 361° in Aschbach. Der Verein will dem Publikum ein maximales Angebot in allen Sphären machen.

Von Hermann Knapp. Erstellt am 20. März 2021 (05:25)
Noch sind die Türen für Kulturveranstaltungen verschlossen. Doch Alois Aichberger und Peter Hofmacher hoffen, dass sie sich bald öffnen werden. Mit ihrem neuen Kulturverein 361° wollen sie in Aschbach dann mit einem abwechslungsreichen Programm durchstarten.
 
Werner Brunnbauer

361° nennt sich der neue Kulturverein, den Peter Hofmayer, bekannt durch das Zoa-Festival, und Alois Aichberger, Direktor der Musikschule Mostviertel, in Abstimmung mit der Gemeinde aus der Taufe gehoben haben. Die Zahl 361 hat nicht nur einen Bezug zur Aschbacher Postleitzahl, sondern auch symbolischen Charakter.

„Ein Kulturkreis mit 360 Grad wäre in sich geschlossen. Das eine Grad mehr öffnet ihn aber wieder und der Zyklus beginnt erneut. Weil Tradition eben nicht endlich ist und Kultur immanent von Bildung beeinflusst wird, darf dieser Zirkel nicht enden. Er erneuert sich stets und im ersten Grad nach jeder Umdrehung“, sagen beide Gründer.

Das Streben nach einer offenen Gesellschaft und eine Kulturlandschaft, die von geistiger Unabhängigkeit geprägt ist, sind ebenso Anliegen der Kulturinitiative, wie ein friedvolles Miteinander, das durch kulturellen Austausch entsteht.

Offen ist der Kulturverein auch in seinem Programmangebot, das „kulturelle Bildung durch ein maximales Angebot an unterschiedlichsten Sphären ermöglichen soll“, wie es in einer Aussendung des Vereins heißt. Konkret bedeutet das: Veranstaltungen für Kinder, Lesungen und Kabarett werden ebenso Teile des Programms sein wie Podiumsdiskussionen, Matineen, Workshops oder Vernissagen. „Aber auch alle denkmöglichen Musikrichtungen aller denkmöglichen Gattungen oder Besetzungen“ sollen dem Publikum geboten werden.

Den Auftakt wird am 1. August das Herbert Pixner Projekt im Pfarrgarten Aschbach mit einem Open Air machen. „Das außergewöhnliche Musikprojekt aus Südtirol zählt zu den erfolgreichsten Acts der Szene und wird seine Comeback-Tour 2021 bei uns in Aschbach starten“, freuen sich Hofmacher und Aichberger. Infos: www.361grad.at.
Für Bürgermeister Martin Schlöglhofer ist es gerade in der Phase, „wo man Kultur nicht genießen kann und wenig Perspektive da ist, wichtig, als öffentliche Hand schon an die Zeit danach zu denken. Da wird Kultur ein wesentlicher Faktor sein, um das soziale Leben wieder hochzufahren.“

Der Gemeinde Aschbach sei es zudem ein Anliegen die Kultur im Ort auf ein nächstes Level zu heben. „Wir haben in den letzten Jahrzehnten ein erfolgreiches Programm gehabt, aber alles verändert sich. Wir wollen künftig auch neue Besucherschichten ansprechen und haben das Glück, dass uns zwei kompetente Personen dabei unterstützen.“ Ziel sei es, Aschbach kulturell auch über die Gemeindegrenzen hinweg bekannt zu machen und damit auch Umwegrentabilität zu erzielen.

Die Gemeinde unterstützt den Verein heuer mit 30.000 Euro, das Fit- und das AHA-Programm werden dafür abgespeckt. „Wir sehen es als Initialzündung. Ziel ist es natürlich schon, dass sich der Verein mit der Zeit großteils selbst finanziert“, sagt der Bürgermeister.