Gesundheits-Oase: Ärztezentrum statt Firmensitz. Wartecker Immobilien GmbH plant, den ehemaligen Betriebsstandort in Haidershofen in ein Gesundheitszentrum umzubauen. Nun sind Ärzte und Therapeuten gesucht.

Von Sabine Hummer. Erstellt am 12. Dezember 2017 (00:47)
Wartecker Immoblilien GmbH
Die grüne Linie zieht sich durch das gesamte Projekt. .

Der Haidershofner Gemeindearzt Dr. Walter Irauschek plant Ende 2019 in Pension zu gehen. Schon jetzt ist die Gemeinde mit Bürgermeister Manfred Schimpl bemüht, eine Nachfolge zu finden, und geht aktiv an die Sicherung der medizinischen Nahversorgung heran.

Ein Meilenstein dafür soll mit der Errichtung eines Vitalzentrums im Ortszentrum von Haidershofen entstehen. Die Firma Wartecker will auf Eigenregie ihr ehemaliges und nunmehr leer stehendes Betriebsgebäude in ein Gesundheitszentrum umwandeln. Im Rahmen eines Projektes der FH Steyr haben Studierende – Astrid Gaßner, Alena Wührleitner und Patrick Gehnböck – ein Marketingkonzept sowie einen Businessplan ausgearbeitet. Diese wurden in der Gemeinderatssitzung letzten Montag sowie bei einer Pressekonferenz am Donnerstag erstmals der Öffentlichkeit präsentiert.

Anlaufstelle für Ärzte und Therapeuten

Geplant ist, eine zentrale Anlaufstelle für Gesundheit, Prävention, Therapie, Training und Beratung zu schaffen. Die Lage dafür ist ideal – mitten im Ortszentrum und in der Nähe von Busverbindung, Nahversorger und Schulen. „Natürlich soll in erster Linie ein Hausarzt seine Ordination einrichten können. Aber auch Fachärzte – wünschenswert wäre vorrangig ein Kinderarzt, da diese in der Region besonders rar gesät sind – und Therapeuten sind natürlich willkommen“, erläuterten die Studierenden. Für Neueinsteiger, die im Haidershofner Vitalzentrum ihre erste Praxis errichten wollen, gebe es eine finanzielle Unterstützung.

Hummer
Bei der Präsentation des Zukunftsprojektes, v.l. Eva Alber (Ansprechperson für Interessenten), Bürgermeister Manfred Schimpl, Astrid Gaßner, Ewald Wartecker (Geschäftsführer Wartecker Immobilien GmbH), Alena Wührleitner, Patrick Gehnböck und Vizebürgermeister Rudolf Graf.

Das Vitalzentrum bietet überdachte Parkplätze sowie einen Kinderspielplatz. „Wir haben einen öffentlichen Spielplatz in der Nähe, der schon in die Jahre gekommen ist und Sanierungsbedarf hat. Den würden wir direkt angrenzend zum Vitalzentrum verlegen und neu errichten“, informierte Bürgermeister Manfred Schimpl. Weitere Parkflächen würden durch die Neugestaltung der Ortsdurchfahrt im kommenden Jahr geschaffen. „Derzeit haben wir acht Meter Straßenbreite, da sind auf jeden Fall noch einige Längsparker möglich“, so der Ortschef.

Welche weiteren Dienstleistungen untergebracht werden könnten, wie viel Wartecker in den Umbau investiert und wann ein Erstbezug möglich wäre, lest ihr in der aktuellen Ausgabe der NÖN.