Abschied von Direktorin: „Zeit mit Schülern genossen“. Veronika Schmelzer leitete 18 Jahre lang die Volksschule. Am 1. Juli geht sie in Pension.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 18. Juni 2020 (04:31)
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Volksschuldirektorin Veronika Schmelzer geht mit 1. Juli in den Ruhestand.
Himmelbauer

Mit viel Gefühl, Fachexpertise und Wertschätzung hat die Direktorin der Volksschule Wolfsbach über 1.000 Volksschüler in diesem wichtigen Lebensabschnitt begleitet. Mit 1. Juli 2020 tritt Oberschulrätin Veronika Schmelzer den Ruhestand an.

Begonnen hat die geprüfte Volksschul- und Sonderschullehrerin im September 1976 in OÖ. Der Liebe wegen ist sie nach Wolfsbach übersiedelt, wo sie seit 1. Februar 2002 als Direktorin der Volksschule unterrichtete. Die Kinder lagen ihr immer sehr am Herzen. „Fördern-fordern-Feedback geben“, war ein Motto der Pädagogin, die sich ganz besonders um die Integrationskinder bemühte. Mit ihrem engagierten Lehrerinnen-Team entwickelte sie die Volksschule zur Ökologie- und Klimabündnisschule mit vielfach ausgezeichneten Projekten, die die geschäftstüchtige Direktorin mittels Förderungen realisierte: Naschhecke, Kräuterspirale, Bienenpyramide und Jahreszeitenhecke. Die Schule erhielt auch zahlreiche Auszeichungen: Goldene Gesunde Schule, Bewegte Schule in Gold, Umwelt-Wissen-Schule und Singende klingende Schule.

Seit 2004 setzte Schmelzer die Ausstattung aller Schulklassen mit Internetanschluss um und organisierte immer wieder neue kostenlose PCs, Zubehör und Bildschirme für die Kinder, teilweise ausrangierte Geräte vom Land NÖ oder vom Francisco Josephinum. Die Wolfsbacher Kinder kamen somit schon früh in Berührung mit der digitalen Arbeit am PC. Die verbindliche Übung Informatik in der 4. Klasse oder die unverbindlichen Übungen, wie Chorgesang, Darstellendes Spiel und Gesunde Ernährung gestalteten das Schulleben vielfältig.

In Schmelzers Amtszeit fiel auch der Umbau des Schulgebäudes und des Turnsaals, die jetzt wieder am neuesten Stand sind. Die Schule verfügt zudem über eine gut ausgestattete Bibliothek, die die Lust der Kinder am Lesen steigern soll.

Moderner Unterricht, gepaart mit dem Erfahrungsschatz der Lehrerinnen und Verwendung moderner Unterrichtsmittel, Besuch von Museen, Theatervorstellungen, Workshops zu umweltbewussten Themen, Integration und noch vieles mehr waren in den vergangenen 44 Jahren im Schulleben für Veronika Schmelzer wichtig.

Dem ersten Pensionstag sieht sie so aufgeregt entgegen, wie als Kind dem ersten Schultag: „Ich freue mich auf die Zeit zuhause, darauf den Kopf frei zu haben, aber die Schule wird mir schon auch fehlen. Ich war immer gerne Lehrerin, habe gerne unterrichtet und die Zeit mit den Schülern genossen.“