Ernsthofen will Schulden verringern. Ernsthofen plant keine Investitionsprojekte im außerordentlichen Haushalt. Wohnbau durch Genossenschaft getragen.

Von Ingrid Vogl. Erstellt am 16. Januar 2018 (03:38)
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Der Budget-Voranschlag für das Jahr 2018 wurde vom Ernsthofner Gemeinderat in der letzten Sitzung des vergangenen Jahres einstimmig beschlossen.

Das Budget für den ordentlichen Haushalt wird rund 3,4 Millionen Euro betragen. Die Sozialausgaben betragen davon bereits 27 Prozent. „Rechnet man die vorgegebenen Umlagen und Beiträge an das Land und die Schulumlagen dazu, sind bereits mehr als ein Drittel der geplanten Ausgaben zweckgebunden vergeben“, erklärt Bürgermeister Karl Huber.

Standortentwicklungsprozess 4.0 als Grundlage für zukünftige Gemeindepolitik

Von den geplanten Einnahmen erreichen die gemeindeeigenen Einnahmen des ordentlichen Haushaltes bereits 43 Prozent.

Bürgermeister Karl Huber freut sich darüber, den Schuldenstand verringern zu können. Foto: Archiv
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Im außerordentlichen Haushalt sind rund 500.000 Euro geplant. Dabei sind keine Investitionsprojekte vorgesehen. Der Straßenbau, die Straßengestaltung und die Straßensanierung sowie die Instandhaltung der Güterwege nehmen den wesentlichen Anteil ein. Der Schuldenstand kann so verringert werden. Die Pro-Kopf-Verschuldung kann mit rund 840 Euro – ohne ausgelagerten Kanal – gering gehalten werden.

Obwohl in den nächsten Jahren rund 80 Wohnungen in der Gemeinde errichtet werden, ist diesbezüglich kein Budgetansatz erforderlich. „Diese Investitionen werden von Genossenschaften getragen“, erklärt Huber den Grund.

Damit die Wohngemeinde Ernsthofen in Zukunft für Zuzügler interessant sein wird, um als Wohnort ausgewählt zu werden und für jugendliche Ernsthofner attraktiv genug sein wird, um nicht wegzuziehen, wird mit dem Standortentwicklungsprozess 4.0 die Grundlage für die zukünftige Gemeindepolitik geschaffen, betont Huber.