Bus stürzte in Bach: Feuerwehr befreite eingeklemmte Person

Sonntagfrüh um 3.58 Uhr hörte ein Anrainer in der Gemeinde Weistrach, der gerade zum Rauchen vor die Tür seines Hauses gegangen war, einen lauten Knall. Er schaute nach und entdeckte unweit seines Anwesens einen Kleinbus, der von der Straße abgekommen und ins Bachbett gestürzt war. Sofort wählte er den Notruf.

Erstellt am 17. November 2021 | 11:13
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Die Feuerwehrleute bargen die verletzte Person aus dem Buswrack im Bachbett.
Foto: FF Weistrach

Die Feuerwehren Weistrach, Goldberg und Rohrbach rückten zur Menschenrettung mit unklarer Lage auf der B122 Voralpenstraße aus. Der Bus lag seitlich im Bach unter einer Fahrbahnunterführung. Bei der Lageerkundung stellte Einsatzleiter Norbert Pürmayr fest, dass eine Person eingeklemmt war. Eine Ersthelferin betreute den Verletzten.

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Mit einem Kran hievte die Feuerwehr das zertrümmerte Fahrzeug aus dem Bach.
FF Weistrach

Sofort sicherten die Florianis das Fahrzeug mit Stabilisierungsstützen und halfen der Frau aus dem Bach. Anschließend übernahm Feuerwehrsanitäter Sebastian Pürmayr die Betreuung des Verletzten. Da dessen linker Fuß unter dem Fahrzeug eingeklemmt war, musste die Kabine mit dem Spreitzer der FF Weistrach und dem Akku-Kombigerät der FF Goldberg einige Zentimeter angehoben werden.

In weiterer Folge zwängte sich eine Feuerwehrmann über das Heck durch das sehr kleine Trennwandfenster, um das Unfallopfer im Fahrgastraum zu betreuen. Anschließend wurde der ansprechbare Patient auf das Spineboard gezogen und über die Windschutzscheibe ins Freie. Wegen der sehr rutschigen und steilen Bachböschung zogen die Feuerwehrleute den Verletzten dann mit einer Schleifkorbtrage nach oben auf die Straße. Er wurde vom Notarzt versorgt und ins Krankenhaus Steyr eingeliefert. 

Wie professionell die Florianis zu Werk gingen, zeigt, dass von der Alarmierung bis zur Übergabe des Unfallopfers an das Rote Kreuz lediglich 30 Minuten vergingen.

Danach machen sich die Feuerwehrleute an die Aufräumarbeiten. Zwei abgerissene Bäume wurden mit zersägt und anschließend der Bus mit einer Seilwinde aus der Unterführung gezogen. Mit dem Kran des schweren Rüstfahrzeugs der FF Stadt Haag wurde er schließlich auf die Straße gehievt. 

Die FF Weistrach stand mit zehn Mitgliedern rund 3 Stunden im Einsatz.