Die Zaucha-Alm öffnet wieder

Das traditionsreiche Weistracher Gasthaus wird von jungen Wirtsleuten übernommen und weitergeführt.

Josef Penzendorfer Erstellt am 19. September 2021 | 05:05
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Sie werden die Gäste in der Zaucha-Alm zukünftig verwöhnen: Stefan Ahrer, Kornelia Landeshammer sowie Nadie und Karl Ahrer (von links).
Foto: Penz

Im Gemeindegebiet von Weistrach befand sich einst das Schloss der Ritter von Zaucha, die die Grenze und den bischöflich-bambergischen Grundbesitz verwalteten. Sie sind von 1160 bis 1469 urkundlich nachweisbar. Im Ortsteil Goldberg dürfte der Burgstall Zaucha gelegen haben, wo heute noch direkt an der Bundesstraße 122 – unmittelbar an der Grenze zu Behamberg und Haidershofen – das traditionsreiche Gasthaus „Zauchasteg“ steht. Elf Jahre wurde es erfolgreich von Regine und Gerrit Eglseer betrieben, nun hat es nach einem Jahr Schließung der Behamberger Stefan Ahrer übernommen, der es gemeinsam mit der Eferdingerin Kornelia Landeshammer weiterführen wird.

Beide bringen Erfahrungen aus der Gastronomie mit: Ahrer schloss beim Christkindlwirt in Steyr seine Lehre ab und betreute anschließend eine Werkskantine, half mitunter aber auch immer wieder einmal in Zauchasteg aus, sodass ihm dieses Wirtshaus bestens bekannt ist. „Wir können sehr nette Räumlichkeiten anbieten: die alte Gaststube, ein Extrazimmer, die urige ‚Zauchalm‘ für 70 Personen und auch noch den Gastgarten.

Erwähnenswert ist auch die ‚Zaucha-Hittn‘, die für 13 Personen gemietet werden kann, wo für diverse gaudige „Festl“ bei Polterabenden oder Geburtstagen von uns die Waren bereitgestellt werden, die Anwesenden aber dann in Eigenregie grillen“, erzählt der 21-jährige Jung-Gastronom. Die Verwertung regionaler Produkte ist den umtriebigen Wirtsleuten jedenfalls besonders wichtig. Die offizielle Übergabe und Wiedereröffnung erfolgt am 24. September ab 16 Uhr unter dem Motto: „Iss, trink und zahl, was du willst!“ Es wird zünftiger Schopf und Karree vom Webergrill angeboten werden.

Das Gasthaus wird als Familienbetrieb geführt, helfen doch auch Vater Karl als Fleischermeister und Grillchef sowie Mutter Nadie im Betrieb mit. Geöffnet wird von Freitag bis Sonntag ab 10 Uhr sein. „Wir sehen uns als familienfreundliches Gasthaus, in dem die Gastfreundschaft wörtlich und ernst genommen wird“, betont Stefan Ahrer, der auch noch auf den auf einen Stammgast zurückgehenden „Wolfi-Weg“ von Ernsthofen über Haidershofen und Haag bis zur Zaucha-Alm verweist, die nach einer drei Stunden dauernden Wanderung zu erreichen ist.