Kleiner Hund aus Haidershofen ganz groß. Die Haidershofner Dackelhündin „Belana vom Krummholz“ gewann mit Hundeführerin Anne Löwenstein die Weltmeisterschaft auf der jagdlichen Schweißfährte.

Von Ingrid Vogl. Erstellt am 25. Mai 2019 (04:20)
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Hundeführerin Anne Löwenstein freut sich mit ihrer Dackelhündin „Belana vom Krummholz“ (Mitte) über den Weltmeistertitel auf der jagdlichen Schweißfährte, der erstmals an eine österreichische Jägerin ging.

In Sternberk in Tschechien wurde die Weltmeisterschaft für Dackel auf der jagdlichen Schweißfährte ausgetragen. Mit dabei im internationalen Feld waren auch Dackelhündin „Belana vom Krummholz“ und Hundeführerin Anne Löwenstein aus Haidershofen, die sich letztendlich als erste österreichische Jägerin in die Siegerliste eintragen durfte.

Bei diesem Bewerb wird von einem Fährtenleger eine mindestens ein Kilometer lange Fährte durch Wald, Gebüsch und Wiese begangen und dabei tropfenweise ein Viertelliter Schweiß, also Wild-Blut, auf die Fährte getropft. Fünf Holzplättchen, die sogenannten Verweiser, mit drei bis fünf Zentimetern Durchmesser werden dabei ausgelegt.

Zwanzig oder wie in der Königsdisziplin mindestens 40 Stunden danach wird dann der Hund mit Hundeführer am Beginn der Fährte im Wald ausgesetzt und muss – nur durch die Nasenleistung des Hundes – mit mindestens zwei Holzplättchen und in 90 Minuten am Ziel angekommen sein, wo die Richter auf die Teilnehmer warten, erklärt Anne Löwenstein die Aufgabenstellung, die sie und ihre Hündin zu meistern hatten. Und sie taten dies mit Bravour. „Sieger wird, wer die meisten Verweiser gefunden hat und dabei die kürzeste Zeit ins Ziel gebraucht hat“, schildert Löwenstein.

Und es war ihr Hund, dem dieses Kunststück gelang. Dackelhündin „Belana vom Krummholz“ sicherte sich den Weltmeistertitel in der „Königsdisziplin“, das heißt Fährte ohne Richterbegleitung nach 40 Stunden, vor ihren Konkurrenten aus Tschechien und der Slowakei. Alle anderen Bewerber kamen nicht ans Ziel.