Weniger Plastik: Ideen vom Duschgel bis zur Windel. Gemeinde suchte die besten Ideen zum Thema „Plastik reduzieren“. Die Sieger wurden am vergangenen Sonntag prämiert.

Von Ingrid Vogl. Erstellt am 31. Oktober 2019 (03:45)
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Gerhard Haba, Susanne Mayr, Umweltgemeinderat Michael Holzner, Leiterin der VS Behamberg Veronika Niederhuber, Anna Hornbachner, Andrea Dumpfhart mit Sohn Lenz, Elisabeth Seirlehner, Marlene Zöttl, Angelika Seirlehner, Marianne Huber, Elke Gneiger und Markus Krenmayr von der Landjugend mit Bürgermeister Karl Josef Stegh (von links) nach der Preisverleihung des Ideenwettbewerbs.
Putz

Mitte August hatte Bürgermeister Karl Josef Stegh zu einem Ideenwettbewerb zum Thema „Plastik reduzieren“ aufgerufen. „Wir wollen, dass die Menschen ein Bewusstsein dafür bekommen, was man selbst tun kann, um weniger Plastikmüll zu produzieren beziehungsweise wie man von vornherein Plastikmüll vermeiden kann“, erklärte der Ortschef damals. Nun liegen die Ergebnisse vor und die besten Ideen wurden am Sonntag bei der Umweltausstellung im Rahmen des Behamberger Kirtags vorgestellt und prämiert.

„Wir haben jede Menge bekommen – mit sehr unterschiedlichen Zugängen von sehr unterschiedlichen Menschen. Das war eine ganz gelungene Geschichte“, ist Stegh begeistert über die rege Teilnahme der Behamberger. Dass sich bereits Volksschüler für Umweltthemen interessieren, freut den Bürgermeister ganz besonders. Dass sich alle der rund 150 Volksschüler an dem Wettbewerb beteiligten, zeigt, „dass man bei den Jungen ansetzen muss“, ist Stegh überzeugt.

Die Volksschüler bedruckten Stoffsackerl, zeichneten Bilder und gestalteten Collagen, schrieben Geschichten über Plastikmüll, fertigten selbstgemachte Duschgels an und erzeugten Bienenwachspapier. Besonders beeindruckt haben die Jury, bestehend aus dem Umweltbeirat, die Ideen von Andra Dumpfhart. Die junge Mutter, die sehr umweltbewusst lebt, entwickelte spezielle Mehrwegwindeln und Mehrwegsackerl. Produkte, die ihr beim Wettbewerb den Hauptpreis einbrachten.

Ihr wird für ein Jahr die Müllgebühr erlassen. Honoriert wurden auch die Ideen von Marianne Huber. Nach dem Motto „Wiederverwerten statt Wegwerfen“ verwendet sie Behältnisse im Haushalt für andere Zwecke – wie etwa als Pflanztöpfe oder zum Einfrieren – wieder. Gut angekommen bei der Jury sind auch die selbstgemachten Bienenwachstücher von Anna Hornbachner und die Idee des Unternehmers Gerhard Haba. Er entwarf einen Automaten für Hundefutter. Das Hundefutter muss dabei nicht mehr abgepackt werden, denn jeder kann sich in einem Kübel jene Menge holen, die man gerade braucht. Für ihre Ideen durften sie sich über eine Wassergutschrift, regionale Produkte und Gemeindegutscheine als Preis freuen.